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Kommunikation und Präsenz gefordert


In kleiner Runde des SPD-Ortsvereins Velden/Hartenstein – lediglich ein Drittel der Gesamtmitglieder war zur Jahreshauptversammlung erschienen – fielen deutliche Worte: In weiten Bevölkerungskreisen fehle es an Interesse und Mitwirkung im politischen Geschehen. „Wenn hier nicht die jüngere Generation stärker einbezogen werden kann, wird man das im heimischen Bereich spätestens bei der Kommunalwahl im Jahr 2008 durch Verlust von Einflussnahme auf Entscheidungen bedauern müssen.“ 

Innerhalb der geschlossen wiedergewählten Vorstandschaft mit Karl-Heinz Aschenbrenner an der Spitze will man sich daher um bessere Kommunikation bemühen und weiter versuchen, was bisher unzureichend gelang: nämlich fähige Nachwuchskräfte an das Gemeindegeschehen heranzuführen. Erforderlich seien Präsenz der Mandatsträger bei Vereinen und Zusammenkünfte mit Einbeziehung der Stadtratsfraktion sowie aller Kandidatinnen und Kandidaten des letzten Wahlvorschlags der SPD/FWV Velden. Sie besonders sind aufgerufen, nicht nur vor Wahlen, sondern auch in der Übergangszeit Interesse an der Kommunalpolitik zu beweisen. 

Zu uneigennützigem Mitwirken im SPD-Ortsverein bereit sind auch künftig die einstimmig gewählten Mitglieder Peter Wölfel als stellvertretender Vorsitzender und Organisationsleiter, Friedrich Tauber als Schriftführer, 2. Bürgermeister Leonhard Singer als Kassenverwalter und die fünf Beisitzer/innen Konrad Pruy, Martin Funk, Gudrun Tauber, Hans Horst (Hartenstein) und Roland Gentsch. Veldens 1. Bürgermeister Herbert Begert ist kraft Amtes weiterhin in der Vorstandschaft dabei. Zu Kassenprüfern bestimmt wurden Hermann Pickel (Hartenstein) und Walter Scheibel, Delegierte bei den Unterbezirkskonferenzen sind Peter Wölfel und Leonhard Singer, Ersatzdelegierte Gudrun Tauber und Roland Gentsch. 

Ortsvereinsvorsitzender Aschenbrenner verwies auf das neugewählte verjüngte Führungsteam im Unterbezirksvorstand (HZ berichtete), dem auch er als Mitglied im Organisationsausschuss angehört. Auf gemeindlicher Ebene wird das von SPD/FWV in der Vergangenheit recht erfolgreich durchgeführte Sommerfest in diesem Jahr am 6. August unter neuem Motto abgehalten. Weitere Unternehmungen, hauptsächlich für Kinder und Jugendliche, will der Veldener Ortsvereinsvorsitzende mit den Nachbarvereinen Neuhaus und Plech vereinbaren. 

In der Diskussion zur politischen Lage wurde trotz einiger Kritik an den nicht immer sozial gerecht empfundenen Entscheidungen der jetzigen Bundesregierung betont, dass bei einem Machtwechsel keineswegs bessere Zeiten anbrechen würden. Die vom SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering erhobene Forderung für mehr menschliche Verantwortung bei gewissen Wirtschaftsbossen und Großunternehmen könne man nur unterstreichen. In Bayern wolle sich der Staat durch große Einschnitte im öffentlichen Dienst auf Kosten der Kommunen entlasten, wurde geklagt. Als Beispiel nannte Bürgermeister Begert bürokratische Bestimmungen im neuen Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz, die künftig von den Gemeinden hohen Verwaltungsaufwand mit kaum tragbaren finanziellen Lasten fordern. Statt dem immer wieder propagierten Bürokratieabbau werde hier das Gegenteil praktiziert. Kommentar eines Verärgerten dazu: „Stoiber kann sich alles erlauben, in Bayern wird das eben hingenommen!“