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Zufriedene Gesichter gab es bei den Mitgliedern der Gemeinschaftsversammlung der VG Velden in der ersten Sitzung des Jahres im Rathaus Hartenstein: Der Haushalt 2009 hatte mit einem Sollüberschuss von knapp 82 000 Euro abgeschlossen. Dadurch und durch weitere Einsparungen verringert sich die VG-Umlage und damit die Belastung für die Mitgliedsgemeinden Velden, Hartenstein und Vorra spürbar.
Der einstimmig verabschiedete Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Velden schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1 444 797 Euro (Vorjahr 1 360 836 Euro) ab, wobei 81 600 Euro auf den Vermögenshaushalt entfallen.Geschäftsstellenleiter Max Weindler erläuterte die Einzelpläne: Danach steigen die Ausgaben der Allgemeinen Verwaltung voraussichtlich um 40 000 Euro. Gründe dafür sind unter anderem Erhöhungen der Dienstbezüge, der Sozialversicherungsbeiträge und die Auslagerung der Lohnberechnung. Dagegen wurde der Sachbedarf der EDV um 5000 Euro gesenkt.
Im Einzelplan „Schulen“ verringern sich die Ausgaben durch Einsparungen bei der Ganztagesschule.
Auch muss für Lehr- und Lernmittel aufgrund des Schülerrückgangs weniger aufgewendet werden. Zudem erhöht sich die Zuweisung für die Schülerbeförderung um 30 000 Euro. Im Vermögenshaushalt fällt vor allem die Einnahmemehrung aus 2009 mit 81 600 Euro ins Gewicht.
Der nicht gedeckte Finanzbedarf des Verwaltungs- und Vermögenshaushalts von 956 026 Euro (Vorjahr 1 036 488 Euro) wird durch die Verwaltungs- bzw. Schulumlage von den Kommunen Velden, Hartenstein und Vorra getragen. Wie Weindler betonte, wurde mit 4961 VG-Einwohnern die „5000er-Grenze“ wieder unterschritten.
Stärkste Mitgliedsgemeinde bleibt mit 1804 Einwohnern (minus 24 gegenüber 2008) die Stadt Velden, an zweiter Stelle liegt Vorra mit 1780 Einwohnern (plus elf) und
an dritter Stelle Hartenstein mit 1377 (plus zwölf). Die Verwaltungsumlage beträgt 495 650 Euro, pro Person 99,91 Euro (Vorjahr 107,84 Euro). Velden zahlt deshalb anteilig 180 236 Euro, Hartenstein
137 575 und Vorra 177 838 Euro.
Zum Stichtag 1. Oktober 2009 besuchten aus den drei Mitgliedsgemeinden 246 Schüler die örtlichen Grund- und Hauptschulen. Schülerstärkste Gemeinde mit 93 Schülern (plus drei gegenüber 2008) ist die Stadt Velden, gefolgt von Vorra mit 80 (minus vier) und Hartenstein mit 73 (minus vier). Aus Neuhaus kommen 47 Kinder an die Hauptschule Velden.
Die Schulaufwandsumlage beträgt 460 376 Euro. Sie wird je zur Hälfte auf die Einwohner- und die Schülerzahl umgelegt (46,40 Euro pro Einwohner,
935,72 Euro pro Schüler). Damit bezahlen Velden 170 727 Euro, Hartenstein 132 199 Euro und Vorra 157 449 Euro. Da die VG-Umlage für jede Mitgliedsgemeinde einen der größten Ausgabeposten darstelle, so der Geschäftsstellenleiter, verstehe es sich von selbst, dass die Grundsätze einer sparsamen und kostendeckenden Haushaltsführung penibel eingehalten würden und nur diejenigen Kosten zum Ansatz gebracht worden seien, die unbedingt benötigt würden. Kredite werden in der VG generell nicht aufgenommen.
Zuvor hatte Gemeinschaftsvorsitzender Herbert Seitz erläutert, wie sich der Sollüberschuss aus der Jahresrechnung 2009 zusammensetzt. So wurden bei den Personalkosten 27 500 Euro eingespart, bei den Sachkosten 2400. Im Schuletat wurden 20 860 Euro weniger an Ausgaben, 14 136 Euro mehr an Einnahmen verbucht, etwa durch Einsparungen bei der Schülerbeförderung, dem Wegfall der Nachmittagsbetreuung und geringerer Heizkosten in Velden.
Eingangs hatte Weindler zu den Prüfungsvermerken der örtlichen Prüfung für die Jahresrechnung 2008 Stellung genommen. Die Versammlung befürwortete die in der Prüfungserwiderung vermerkten Anregungen zur Verwaltungsvereinfachung bei der Ausstellung von Ausweisen und der einheitlichen Regelung bei der Genehmigung der Sperrzeitverkürzung für alle drei Mitgliedsgemeinden.
Um die relativ hohen Software-Kosten spürbar zu senken, gebe es leider kaum Alternativen, so die Verwaltung.
Die Montessori-Vereinigung Nürnberger Land e.V. betreut neun Schüler aus dem VG-Bereich (vier aus Velden, drei aus Hartenstein, zwei aus Vorra). Über die beantragte Zahlung von Schülerpauschalen wurde unterschiedlich diskutiert. Letztlich einigte man sich mit acht gegen eine Stimme auf einen Anerkennungsbeitrag von 500 Euro.
VON
SIEGFRIED FUCHS
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