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Stadtrat Velden befasste sich mit der Neugestaltung des Platzes "Hinter'm Mühltor" (HZ 19.2.10)


Wichtigster Tagesordnungspunkt der Februar-Sitzung des Veldener Stadtrats war die Vorstellung der Planungen für den 2. Bauabschnitt im Bereich „Hinterm Mühltor“. Zudem wurden die Stellungnahmen zur „Außenbereichssatzung Gerhelm“ behandelt und mit der N-Energie ein neuer Straßenbeleuchtungsvertrag abgeschlossen. Ein Vertreter des Ingenieurbüros Gauff stellte dem Gremium ausführlich die Ausbauplanungen (2. Bauabschnitt) für die „Straßenraumgestaltung Hinterm Mühltor“ vor. Den Entwurf hatte Ingenieur Schnabel bereits mit der Regierung von Mittelfranken abgestimmt.

Im Rahmen der Städtebauförderung war 2009 der Bauabschnitt 1 – Straße Am Wachtberg – fertiggestellt worden. Detailliert erläuterte er die Straßenführung sowie die Anlage für einen kleinen Platz mit Mauerabschluss im nördlichen Bereich (Kirchweihbetrieb). Die Gehsteige, durch einen farblich abgesetzten „Dreizeiler“ von der Fahrbahn abgetrennt, erhalten ein Kleinsteinpflaster, die Straßen ein Großpflaster. Für den Kirchweihbaum ist eine feste Verankerung eingeplant.

Die Randgestaltung wurde ebenfalls bereits mit den Anwohnern vereinbart. Stadtrat Kurt Dauth wies in der Diskussion darauf hin, dass man wegen des zu erwartenden Schwerlastverkehrs auf die besondere Haltbarkeit der Pflastersteine achten möge. Und Stadtrat Karl-Heinz Aschenbrenner regte die Begrünung einer etwa zwei Meter hohen Mauer an. Den Kostenschätzungen des Ingenieurbüros nach wird dieser Ausbau rund 182 000 Euro kosten, wobei die Summe bezuschusst wird. Ziel sei es, so der Bürgermeister, die Baumaßnahme bis Anfang Juli abschließen zu können, damit man dort wie alljährlich die Kirchweih und weitere Feste abhalten könne.

Für den Erlass einer „Außenbereichssatzung Gerhelm“ waren die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange eingeholt worden. Verwaltungsstellenleiter Max Weindler erläuterte die Anregungen und Einwände einzelner Behörden. So muss der Grundstückseigner eine ordnungsgemäße Entwässerung (Kleinkläranlage) sicherstellen – erste Schritte dazu wurden bereits eingeleitet -, ebenso eine ausreichende Stromversorgung.

Die Dachneigung für das geplante Gebäude muss mindestens zehn Grad betragen und zudem müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden. Sobald alle Einwände erledigt seien, so Bürgermeister Seitz, werde der Stadtrat die notwendigen Beschlüsse zum Erlass der Satzung fassen. Für die Abwasseranlage Pfaffenhofen (seit Oktober 2007 in Betrieb) ist nunmehr der Schlussbescheid eingegangen. Erfreulicherweise erhält die Stadt nochmals einen Zuschuss von 173 567 Euro.

Allerdings wurde diese Summe noch nicht ausbezahlt, obwohl das Geld dringend benötigt wird. Deshalb hat die Verwaltung die heimischen Landtagsabgeordneten Eckstein und Dr. Beyer um Unterstützung gebeten. Mit der N-Ergie wurde ein neuer Straßenbeleuchtungsvertrag abgeschlossen. Die Stadträte wählten für die insgesamt 255 Leuchtpunkte den Standardservice, bei dem pro Beleuchtungskörper 14,70 Euro berechnet werden. Gegenüber dem bisherigen Vertrag ergibt dies eine jährliche Ersparnis von rund 300 Euro. Bis zur März-Sitzung sollen sich Stadträte und Ortssprecher Gedanken darüber machen, welche Ortsteile (bis zu drei) zum diesjährigen Kreisentscheid „Unser Dorf soll schöner werden“ gemeldet werden sollten.

Für die Anschaffung eines Infoterminals besteht momentan kein Interesse. Abschließend gab Herbert Seitz ein Schreiben von Dr. Thomas Beyer bekannt, der sich nach dem Planungsstand für den  Ausbau der Staatsstraße zwischen Lungsdorf und Velden erkundigt hatte. Danach soll noch heuer der Vorentwurf zur haushaltsrechtlichen Genehmigung vorgelegt werden. Der Zustand der Fahrbahn, so die einhellige Meinung des Gremiums, insgesamt und vor allem in der Nürnberger Straße sei nicht länger hinnehmbar. VON SIEGFRIED FUCHS