Wichtigster Tagesordnungspunkt
der Februar-Sitzung des Veldener Stadtrats war die Vorstellung
der Planungen für den 2. Bauabschnitt im Bereich „Hinterm
Mühltor“.
Zudem wurden die Stellungnahmen zur
„Außenbereichssatzung Gerhelm“ behandelt und mit der N-Energie ein neuer
Straßenbeleuchtungsvertrag abgeschlossen.
Ein
Vertreter des Ingenieurbüros Gauff stellte dem Gremium
ausführlich die Ausbauplanungen
(2.
Bauabschnitt) für die „Straßenraumgestaltung Hinterm Mühltor“
vor. Den Entwurf hatte
Ingenieur
Schnabel bereits mit der Regierung von Mittelfranken abgestimmt.
Im Rahmen der Städtebauförderung war 2009 der Bauabschnitt 1 –
Straße Am Wachtberg – fertiggestellt worden.
Detailliert
erläuterte er die Straßenführung sowie die Anlage für einen
kleinen Platz mit Mauerabschluss im nördlichen Bereich
(Kirchweihbetrieb). Die Gehsteige, durch einen farblich
abgesetzten
„Dreizeiler“ von der Fahrbahn abgetrennt, erhalten ein
Kleinsteinpflaster, die Straßen ein
Großpflaster. Für den Kirchweihbaum ist eine feste Verankerung
eingeplant.
Die Randgestaltung wurde ebenfalls bereits mit den
Anwohnern vereinbart. Stadtrat Kurt Dauth wies in der Diskussion
darauf hin, dass man wegen des zu erwartenden Schwerlastverkehrs
auf die besondere Haltbarkeit der
Pflastersteine achten möge. Und Stadtrat Karl-Heinz
Aschenbrenner regte die Begrünung einer etwa zwei Meter hohen
Mauer an. Den
Kostenschätzungen des Ingenieurbüros nach wird dieser Ausbau
rund 182 000 Euro kosten, wobei die Summe bezuschusst wird. Ziel
sei es, so der Bürgermeister, die Baumaßnahme bis Anfang Juli
abschließen zu können, damit man dort wie alljährlich die
Kirchweih und weitere Feste abhalten könne.
Für den
Erlass einer „Außenbereichssatzung Gerhelm“ waren die
Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange eingeholt worden.
Verwaltungsstellenleiter Max Weindler erläuterte die Anregungen
und Einwände einzelner Behörden. So muss der Grundstückseigner
eine ordnungsgemäße Entwässerung (Kleinkläranlage) sicherstellen
– erste Schritte dazu wurden bereits eingeleitet -, ebenso eine
ausreichende Stromversorgung.
Die Dachneigung für das geplante
Gebäude muss mindestens zehn Grad betragen und zudem müssen
Ausgleichsflächen geschaffen werden. Sobald alle Einwände
erledigt seien, so Bürgermeister Seitz, werde der Stadtrat die
notwendigen Beschlüsse zum Erlass der Satzung fassen. Für die
Abwasseranlage Pfaffenhofen (seit Oktober 2007 in Betrieb) ist
nunmehr der Schlussbescheid eingegangen. Erfreulicherweise
erhält die Stadt nochmals einen Zuschuss von 173 567 Euro.
Allerdings wurde diese Summe noch nicht ausbezahlt, obwohl das
Geld dringend benötigt wird. Deshalb hat die Verwaltung die
heimischen Landtagsabgeordneten Eckstein und Dr. Beyer um
Unterstützung gebeten. Mit der N-Ergie wurde ein neuer Straßenbeleuchtungsvertrag
abgeschlossen. Die Stadträte wählten für die
insgesamt 255 Leuchtpunkte den Standardservice, bei dem pro
Beleuchtungskörper 14,70 Euro berechnet werden. Gegenüber dem
bisherigen Vertrag ergibt dies eine jährliche Ersparnis von rund
300 Euro. Bis zur
März-Sitzung sollen sich Stadträte und Ortssprecher Gedanken
darüber machen, welche Ortsteile (bis zu drei) zum diesjährigen
Kreisentscheid „Unser Dorf soll schöner werden“ gemeldet werden
sollten.
Für die Anschaffung eines Infoterminals besteht
momentan kein Interesse.
Abschließend gab Herbert Seitz ein Schreiben von Dr. Thomas
Beyer bekannt, der sich nach dem Planungsstand für den Ausbau
der Staatsstraße zwischen Lungsdorf und Velden erkundigt hatte.
Danach soll noch heuer der Vorentwurf zur haushaltsrechtlichen
Genehmigung vorgelegt werden.
Der Zustand der Fahrbahn, so die einhellige Meinung des
Gremiums, insgesamt und vor allem in der Nürnberger Straße sei
nicht länger hinnehmbar.
VON
SIEGFRIED FUCHS
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