Aktuell
Vorstandschaft
Stadtratsfraktion
Termine/Veranstaltungen
Veldener Treff
Aus der Region
Bundestagsfraktion
Kommunalwahl 2008
Presseschau
Impressum
E-mail

Maststall am Waldrand (HZ 26.1.10)


In seiner ersten Sitzung des Jahres ließ sich der Veldener Stadtrat von fachkundiger Seite ausführlich zu den Möglichkeiten, aber auch zur Problematik der Ausweisung von „Tempo 30 “ beziehungsweise „Zone 30 “ informieren. Zudem beschloss das Gremium die Beteiligung an verschiedenen Projekten der Arge „FrankenPfalz “.

In der jüngsten Bürgerversammlung war die Einführung von „Tempo 30 “ im Felsenweg angeregt worden. Anschließend gab es dazu einen Ortstermin mit der Polizei. Über das Ergebnis und den Brief einer Anwohnerin informierte Bürgermeister Herbert Seitz. Sie wies darauf hin, dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung in genannter Straße nicht nötig sei, da man wegen der vielen geparkten Fahrzeuge sowieso nicht schneller fahren könne.

Zum Thema war nun Verkehrssachbearbeiter Helmut Hartmann von der Polizei Hersbruck eingeladen worden. Er erläuterte zunächst das Unfallgeschehen innerhalb der Stadt. Seit dem Jahr 2005 habe es nur einen einzigen Unfall im gesamten Wohngebiet zwischen Bahnhofs- und Friedhofstraße gegeben, allerdings mit einem verletzten Kind. Verursacht hatte ihn eine Anwohnerin.

Aus seiner Sicht, so der Polizeioberkommissar, werde in dem Gebiet durch die Ausweisung von „Zone 30 “ kaum mehr Sicherheit geschaffen, die Verantwortung bleibe beim Fahrzeugführer. Zudem werden dort seitens der Polizei keine Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, das sei im Veldener Neubaugebiet schon rein baulich kaum möglich. Fremde Autofahrer würden erfahrungsgemäß eher mit vermindertem Tempo die Anwohnerstraßen befahren. Bei Stichproben habe man immer wieder festgestellt, dass „Verkehrssünder “ in der Regel Bewohner aus diesen Straßen waren. Somit gebe der erwähnte Brief die Tatsachen wieder, Verkehrsschilder seien oft reine Absicherung. In der Beratung brachte Stadtrat Kurt Dauth die Meinung der Mehrheit zum Ausdruck: Man möge den Wünschen der Bürger nachkommen und trotz allem die „Zone 30 “ erweitern. Einstimmig beschloss das Gremium, dass diese Beschränkung nicht nur für den Felsenweg, sondern auch für die Straßen „Am Tannenturm “ und „Wassergarten “ gelten soll.

Für 2010 hat die Arge „FrankenPfalz “ verschiedene Projekte für ihre Mitgliedsgemeinden geplant. So sollen aus dem Handlungsfeld Tourismus und Freizeit ein gemeinsames Logo, eine gemeinsame Homepage, ein Flyer „Klettern “ sowie ein Konzept für eine gemeinsame Wanderkarte erstellt und die Projekte begleitet werden. Bisherige gemeinsame Konzepte haben sich für die Kommune positiv ausgewirkt, betonte Seitz, etwa bei der Klärschlammverwertung und bei günstigeren gemeinsamen Ausschreibungen von Straßenunterhalt und Pflegemaßnahmen. Die Mehrheit der Teilnehmerkommunen hatte entschieden, die Kosten zu „einem Drittel Sockelbetrag je Kommune “ und zu „Zweidrittel Umlage nach Einwohnern “ aufzuteilen. Auf die Stadt Velden kommt damit ein Betrag von 2771 Euro zu. Der Stadtrat stimmte dem Vorhaben zu, gab aber zu bedenken, dass man künftig bei Kostenaufteilungen die Steuerkraft der einzelnen Gemeinden berücksichtigen möge.

Der Preis für die Anlieferung von privatem Klärschlamm in die Kläranlage wurde auf 15 Euro pro Kubikmeter festgelegt. Die Lebensgemeinschaft Münzinghof stellte einen Antrag für den Neubau eines Schweinemaststalles (Ausmaße etwa 13 zu elf Meter). Die Belange der ökologischen Tierhaltung würden vorrangig berücksichtigt, so Ortssprecher Peter Blancke. Letzterer hatte dem Planer auch Anregungen für den „Öko-Stallbau “ gegeben.

Aus dem Erlös des Verkaufsstandes am Weihnachtsmarkt spendeten die Familien Westphal, Heinz, Müller, Neumüller, Schlenk, Drescher und Heiss 200 Euro für den Kindergarten. Seit 1999 haben diese Familien der Einrichtung rund 2640 Euro zur Verfügung gestellt. Die Rettungshundestaffel des ASB erhält für Anschaffungen eine Spende von 300 Euro. Damit würdigte der Stadtrat die erfolgreiche Arbeit der Gruppe. Der Verein „Hilfe für Frauen und Kinder in Not “ erhält eine Spende von 100 Euro. Abschließend genehmigte das Gremium der Metzgerei Hummert, das Wappen der Stadt Velden auf die eigenen produzierten Wurstdosen zu drucken.
 

VON SIEGFRIED FUCHS