In der Dezember-Sitzung des
Veldener Stadtrats wurden Anliegen und Anfragen von Bürgern aus
den drei vorangegangenen Bürgerversammlungen behandelt. Die
meisten Sachverhalte – hauptsächlich ging es um Verkehrsthemen –
konnte Bürgermeister Herbert Seitz bereits vorab klären, weitere
Punkte werden voraussichtlich durch Beschlussfassung im Januar
erledigt.
Zwar ging
es zunächst nur um eine Regelung der oft schwierigen und
behindernden Parksituation in der Lindenstraße, dieses „bekannte
Problem“ gelte jedoch für viele innerörtliche Straßenzüge, so
der Bürgermeister. Halteverbote allein seien jedoch keine
Lösung, zumal sie nicht ständig überwacht werden können. Deshalb appeliere er an die Vernunft, Toleranz und Rücksichtnahme der
Bürger.
Im
Einvernehmen mit dem Stadtrat werde die Verwaltung noch vor
Weihnachten ein „freundliches Schreiben“ an alle
Veldener Haushalte schicken, in dem auf die Problematik
hingewiesen werde. Im Hinblick auf den Winterdienst, aber auch
für die Müllabfuhr und die Rettungsdienste sei eine
Durchfahrtsbreite – auch in den Anliegerstraßen – von mindestens
3,5 Meter erforderlich.
Die für den Felsenweg geforderte
Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h habe bei einem
Ortstermin auch die Polizei unterstützt. Ein Beschluss zum Thema
Felsenweg soll in der kommenden Sitzung gefasst werden. Zudem
wurde die Anregung von Stadtrat Fritz Taubmann positiv
aufgenommen, der vorschlug, das gesamte Gebiet mit „Zone 30“
auszuweisen.
Die
Felsköpfe „Hänsel und Gretel“ werden in Absprache mit dem
Landschaftspflegeverband freigelegt und die Maßnahme zu 100
Prozent bezuschusst. Die Felsen insgesamt freizulegen, wurde
abgeraten. Es müsse sonst der gesamte Hang gerodet werden mit
der Gefahr, dass es bei starken Regenfällen zu Erosionen komme.
Die „Lange Agnes“ befinde sich in Privatbesitz, hier müsse mit
dem Eigner verhandelt werden.
Der
Wildentenbestand im Stadtgebiet vermehrt sich über alle Maßen.
Dies komme vor allem dadurch, weil die Wasservögel regelmäßig
gefüttert werden. Dagegen gebe es keine rechtliche Handhabe, so
Geschäftsstellenleiter Max Weindler, das Landesstraf- und
verordnungsgesetz kennt nur ein Verbot der Taubenfütterung.
Durch den Kot werden die Uferzonen zunehmend verdreckt, das
Wassergras wachse stärker und letztlich werde der Fischlaich
gefressen. Stadtrat Kurt Dauth erläuterte, dass die Jagd auf die
Wildenten schwierig sei, zudem gebe es kaum Abnehmer für die
geschossenen „Sonntagsbraten“.
Obwohl der
größte Teil der Grundstücke nicht in der Gemarkung Velden liege,
sei man an der Weiterführung des Pegnitztalradweges zwischen
Lungsdorf und Velden sehr interessiert, betonte Herbert Seitz.
Das Projekt befinde sich in der Prioritätenliste zwei des
Landkreises, die genaue Trassenführung sei noch offen.
Auch in der
Versammlung in Raitenberg ging es um Verkehrsprobleme. Gefordert
wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Kreisstraße zwischen
dem Ort und Wallsdorf.
An den Einmündungen nach Gerhelm und
Münzinghof werde zu schnell gefahren, so dass besonders für
landwirtschaftliche Fahrzeuge ein Einfahren gefährlich sei. Nach
Ansicht der Polizei ist jedoch eine Beschränkung an den
betreffenden Stellen nicht erforderlich, weil die Bereiche gut
eingesehen werden können. Auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung
für die Straße nach Münzinghof wurde abgelehnt, weil das
Verkehrsaufkommen sehr gering und eine Überwachung nicht möglich
sei. Bei der
Bürgerversammlung in Viehhofen schließlich gab es viele Fragen
zum genannten Neubau des Oberflächenkanals. Sobald vom
beauftragten Ingenieurbüro die Unterlagen vorliegen, ist ein
gemeinsames Gespräch mit den Ortsbewohnern und den Fachbehörden
geplant.
Der Graben in Richtung Kupfertal, in dem ein großer
Teil des Oberflächenwassers abfließt, wurde mittlerweile von den
Mitarbeitern des Bauhofs weitgehend gereinigt und vertieft.
Danach kam der Bürgermeister zu den „letzten Informationen des
Jahres“. Die Veldener Feuerwehr hat zur Vorsorge bei Hochwasser
322 Sandsäcke gefüllt, die nunmehr am Bauhof beziehungsweise am
Feuerwehrhaus lagern.
Die restlichen, rund 700 Säcke können an
die Anlieger an der Pegnitz verteilt und von diesen für den
Notfall selbst gefüllt werden. Auf Vorschlag des Jugend- und
Kulturausschusses soll es künftig einen Abend geben, an dem
erfolgreiche Sportler der Stadt, verdiente ehrenamtliche
Mitarbeiter aus Vereinen, aber auch Bürger, die sich in
herausragender Weise für das Allgemeinwohl eingesetzt haben,
geehrt werden.
VON
SIEGFRIED FUCHS
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