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Anliegen und Anfragen in Bürgerversammlungen vom Stadtrat behandelt (HZ 16.12.09)


In der Dezember-Sitzung des Veldener Stadtrats wurden Anliegen und Anfragen von Bürgern aus den drei vorangegangenen Bürgerversammlungen behandelt. Die meisten Sachverhalte – hauptsächlich ging es um Verkehrsthemen – konnte Bürgermeister Herbert Seitz bereits vorab klären, weitere Punkte werden voraussichtlich durch Beschlussfassung im Januar erledigt.

Zwar ging es zunächst nur um eine Regelung der oft schwierigen und behindernden Parksituation in der Lindenstraße, dieses „bekannte Problem“ gelte jedoch für viele innerörtliche Straßenzüge, so der Bürgermeister. Halteverbote allein seien jedoch keine Lösung, zumal sie nicht ständig überwacht werden können. Deshalb appeliere er an die Vernunft, Toleranz und Rücksichtnahme der Bürger.

Im Einvernehmen mit dem Stadtrat werde die Verwaltung noch vor Weihnachten ein „freundliches Schreiben“ an alle Veldener Haushalte schicken, in dem auf die Problematik hingewiesen werde. Im Hinblick auf den Winterdienst, aber auch für die Müllabfuhr und die Rettungsdienste sei eine Durchfahrtsbreite – auch in den Anliegerstraßen – von mindestens 3,5 Meter erforderlich.

Die für den Felsenweg geforderte Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h habe bei einem Ortstermin auch die Polizei unterstützt. Ein Beschluss zum Thema Felsenweg soll in der kommenden Sitzung gefasst werden. Zudem wurde die Anregung von Stadtrat Fritz Taubmann positiv aufgenommen, der vorschlug, das gesamte Gebiet mit „Zone 30“ auszuweisen.

Die Felsköpfe „Hänsel und Gretel“ werden in Absprache mit dem Landschaftspflegeverband freigelegt und die Maßnahme zu 100 Prozent bezuschusst. Die Felsen insgesamt freizulegen, wurde abgeraten. Es müsse sonst der gesamte Hang gerodet werden mit der Gefahr, dass es bei starken Regenfällen zu Erosionen komme. Die „Lange Agnes“ befinde sich in Privatbesitz, hier müsse mit dem Eigner verhandelt werden. Der Wildentenbestand im Stadtgebiet vermehrt sich über alle Maßen.

Dies komme vor allem dadurch, weil die Wasservögel regelmäßig gefüttert werden. Dagegen gebe es keine rechtliche Handhabe, so Geschäftsstellenleiter Max Weindler, das Landesstraf- und verordnungsgesetz kennt nur ein Verbot der Taubenfütterung. Durch den Kot werden die Uferzonen zunehmend verdreckt, das Wassergras wachse stärker und letztlich werde der Fischlaich gefressen. Stadtrat Kurt Dauth erläuterte, dass die Jagd auf die Wildenten schwierig sei, zudem gebe es kaum Abnehmer für die geschossenen „Sonntagsbraten“.

Obwohl der größte Teil der Grundstücke nicht in der Gemarkung Velden liege, sei man an der Weiterführung des Pegnitztalradweges zwischen Lungsdorf und Velden sehr interessiert, betonte Herbert Seitz. Das Projekt befinde sich in der Prioritätenliste zwei des Landkreises, die genaue Trassenführung sei noch offen. Auch in der Versammlung in Raitenberg ging es um Verkehrsprobleme. Gefordert wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Kreisstraße zwischen dem Ort und Wallsdorf.

An den Einmündungen nach Gerhelm und Münzinghof werde zu schnell gefahren, so dass besonders für landwirtschaftliche Fahrzeuge ein Einfahren gefährlich sei. Nach Ansicht der Polizei ist jedoch eine Beschränkung an den betreffenden Stellen nicht erforderlich, weil die Bereiche gut eingesehen werden können. Auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung für die Straße nach Münzinghof wurde abgelehnt, weil das Verkehrsaufkommen sehr gering und eine Überwachung nicht möglich sei. Bei der Bürgerversammlung in Viehhofen schließlich gab es viele Fragen zum genannten Neubau des Oberflächenkanals. Sobald vom beauftragten Ingenieurbüro die Unterlagen vorliegen, ist ein gemeinsames Gespräch mit den Ortsbewohnern und den Fachbehörden geplant.

Der Graben in Richtung Kupfertal, in dem ein großer Teil des Oberflächenwassers abfließt, wurde mittlerweile von den Mitarbeitern des Bauhofs weitgehend gereinigt und vertieft. Danach kam der Bürgermeister zu den „letzten Informationen des Jahres“. Die Veldener Feuerwehr hat zur Vorsorge bei Hochwasser 322 Sandsäcke gefüllt, die nunmehr am Bauhof beziehungsweise am Feuerwehrhaus lagern.

Die restlichen, rund 700 Säcke können an die Anlieger an der Pegnitz verteilt und von diesen für den Notfall selbst gefüllt werden. Auf Vorschlag des Jugend- und Kulturausschusses soll es künftig einen Abend geben, an dem erfolgreiche Sportler der Stadt, verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter aus Vereinen, aber auch Bürger, die sich in herausragender Weise für das Allgemeinwohl eingesetzt haben, geehrt werden.

VON SIEGFRIED FUCHS