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Veldens Vorteil: Schule hat Technikräume (HZ 4.12.09)


„In allen fünf Sitzungen haben wir die anstehenden Probleme und Entscheidungen einvernehmlich gelöst“, so Gemeinschaftsvorsitzender Herbert Seitz in einem kurzen Jahresrückblick. Beim letzten Treffen der VG-Räte in diesem Jahr ging es vor allem um schulische Themen sowie um die Kosten für das neu eingeführte Zeiterfassungssystem.

Für die drei Schulhäuser im VG-Bereich – Velden, Hartenstein und Vorra – werden für verschiedene Räume neue Schulmöbel angeschafft. Wie der in der Sitzung anwesende Rektor Klaus Gatterer ausführte, handelt es sich zum einen um Drehstühle für einen Gruppen- sowie für den Informatikraum in Velden. Dank der von der VG überlassenen fünf PCs sowie den vom Elternbeirat angeschafften Drucker kann zukünftig in zwei Räumen Unterricht am Computer erteilt werden. Zum zweiten werden in Hartenstein Drehstühle und Tische ebenfalls für einen mit vier PCs ausgestatteten Gruppenraum benötigt.

Und in Vorra, wo durch Abteilung eines Klassenzimmers ein neuer Gruppenraum für textiles Gestalten entstand, werden Tische und Materialschränke benötigt. Insgesamt investiert die Verwaltungs-gemeinschaft Velden als Schulaufwandsträger für diese Anschaffungen über 6000 Euro; einen Betrag, der noch im Haushalt 2009 vorgesehen ist. Ausführlich informierte der Schulleiter die VG-Räte über das Thema „Schulverbund im Altlandkreis Hersbruck“.

Musterzweckvereinbarungen und mögliche Kostenaufteilungen waren zum Bedauern von Herbert Seitz zur Sitzung noch nicht vorgelegen. Rektor Gatterer betonte nochmals, dass laut Kultusministerium die geplante Mittelschule keine neue Schulart, sondern nur eine Weiterentwicklung der Hauptschule darstelle. Voraussetzungen seien, wie schon mehrfach veröffentlicht, ein Ganztagsangebot, die Möglichkeit für den mittleren Schulabschluss, das Angebot von drei berufsorientierten Zweigen (Technik, Wirtschaft und Soziales) sowie die Kooperation mit Berufsschule, Wirtschaft usw. Durch den Verbund hätten auch kleinere Hauptschulen wie Velden Bestand, eine Zweizügigkeit der Klassen sei nicht mehr gefordert und eine gewisse Wohnortnähe bleibe erhalten.

Auf Grund der guten räumlichen und technischen Ausstattung sehe er gute Chancen, mindestens einen (Technik), wenn nicht gar zwei Bereiche für Velden zu halten. Erste Konzepte mit den für den Verbund in Frage kommenden benachbarten Hauptschulen sowie dem Schulamt sollen noch im Dezember entstehen. Insgesamt sei er für die nächsten Jahre zuversichtlich, wegen des weiteren Geburtenrückgangs könne man jedoch keine langfristigen Prognosen, insbesondere zum Bestand der Schulhäuser, geben.

Auch für Vorsitzenden Seitz blieben noch viele Fragen offen, etwa zu möglichen Gastschulbeiträgen, zu staatlichen Zuschüssen für zusätzliche Schülerbeförderung usw. Hartensteins Bürgermeister Werner Wolter brachte die Sorgen auf den Punkt: „Unsere Schulhäuser sind u.a. wegen der momentan laufenden bzw. bereits abgeschlossenen Baumaßnahmen top beieinander. Es wäre schade, wenn sie in ein paar Jahren leer stehen würden.“ Darauf Bezug nehmend, dankte Rektor Gatterer vor allem dem Stadtrat Velden. Die energetische Sanierung der Hauptschulgebäude mache sich mittlerweile durch ein deutlich verbessertes Raumklima bemerkbar.

Die Kosten für die Einführung eines Zeiterfassungssystems für die Verwaltung in den drei Rathäusern und einigen Außenstellen (z.B. Bauhof Velden) betragen 11 500 Euro. Diese Maßnahme, zusammen mit der Auslagerung der Lohnabrechnungen an eine externe Firma, so Vorsitzender Seitz, war ein Schwerpunkt für 2009. Daneben gab es Investitionen bei der Anschaffung von Schulmöbeln und einem Internetfilter. Die geplante Hauptschulreform dagegen werde das Gremium im kommenden Jahr noch häufiger beschäftigen.

VON SIEGFRIED FUCHS