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Wegsanierung in Veldener Schießmauer vom Fluss aus (HZ 3.12.09)


Die Sanierung des Schießmauerwegs wurde selbst für die mit derartigen Projekten vertrauten Mitarbeiter des Vereins „Naturpark Fränkische Schweiz / Veldensteiner Forst“ zur echten Herausforderung. Trotz aller Schwierigkeiten verlaufen die Arbeiten aber zur vollsten Zufriedenheit. Zum einen sollen der von Wanderern, Radfahrern und anliegenden Gartenbesitzern genutzte Weg sowie die ausgeschwemmten Uferböschungen möglichst naturnah belassen werden. Zum anderen konnten auf dem links der Pegnitz führenden Pfad, der an seiner breitesten Stelle lediglich 1,40 Meter misst und nur über Holzstege erreicht werden kann, keine größeren Baufahrzeuge eingesetzt werden.

Nach mehreren Ortsterminen wurden die Uferverbauung mit dem Landratsamt (Untere Naturschutzbehörde) und der schwierige Materialtransport wegen fehlender Zufahrten mit dem Wasserwirtschftsamt abgestimmt. Das Nürnberger Amt stellte als praktikable Lösung eine auf zwei Kähnen montierte Plattform mit Außenbordmotor zur Verfügung. Damit konnten Flussbausteine, „Schrotten“ für den Unterbau und Mineralbeton – immerhin in einer Größenordnung von über 300 Tonnen – über den Fluss direkt an transportiert werden.

Mit einem Minibagger, von der Firma Farnbauer zur Verfügung gestellt, „jonglierte nun auf abenteuerliche Weise“ (O-Ton Geschäftsführer Geißner) Bauhofmitarbeiter Erich Reif das Material zur Einarbeitung an die gewünschte Stelle. Der Schießmauerweg war insbesondere zwischen den Fußgängerstegen Rosenau und Eisenbahnbrücke kaum noch begehbar, die Uferbereiche zum Teil ausgeschwemmt und unbefestigt.

Mitarbeiter von Bauhof und Naturparkverein haben den Uferraum der Pegnitz zum Teil mit größeren Steinen wieder befestigt und auf über 500 Meter Länge flussseitig Bohlen angebracht, damit der neue Weg seine Festigkeit behält. Im Wesentlichen, so Bürgermeister Herbert Seitz bei einem Ortstermin mit Geschäftsführer Wolfgang Geißner, wurde dabei der natürliche Charakter dieses Flussabschnittes beibehalten. Die Maßnahme wird mit fünfzig Prozent vom Naturpark „Fränkische Schweiz / Veldensteiner Forst“ gefördert. Parallel laufen Arbeiten zur Entbuschung des oberhalb gelegenen Schießmauerhangs durch den Landschaftspflegeverein des Landratsamtes.

VON SIEGFRIED FUCHS