Zumindest für den Hauptort Velden wird sich im kommenden Jahr
erfreulicherweise die Breitbandsituation („Schneller im
Internet“) deutlich verbessern. Darüber sowie über verschiedene
Anschaffungen, über den Sachstand zum Thema Schulverbund und
über den Ausbau des Schießmauerwegs berichtete Bürgermeister
Herbert Seitz dem Stadtratsgremium in der November-Sitzung.
Eingangs
erläuterte Dipl.-Ing. Werner Renner vom gleichnamigen
Ingenieurbüro aus Amberg einen Vorentwurf zur Ortsabrundungssatzung für Gerhelm. Dieser Aufstellungsbeschluss
war notwendig geworden, weil der Stadt ein Bauantrag für ein
Einfamilienhaus in diesem Ortsteil vorliegt. Im Rahmen der
Städtebauförderung wurde heuer der Bauabschnitt I der
„Straßenraumgestaltung Hinterm Mühltor“ abgeschlossen. Für 2010
wurde nun der Antrag für den Bauabschnitt II eingereicht und von
der Regierung von Mittelfranken bereits bewilligt.
Von den
förderfähigen Kosten (203 000 Euro) entfallen auf die Stadt 40
Prozent; die Summe wird in den nächsten Haushalt eingestellt.
Weitere Projekte werden je nach Finanzlage realisiert.
Mit
Beschwerden wegen Hundekot auf Geh- und Wanderwegen, die
regelmäßig bei der Verwaltung eingehen, hat sich
das Gremium schon mehrfach beschäftigt. Zwar haben viele
Hundebesitzer Tüten dabei, so Seitz, aber zig
„Hinterlassenschaften“ im stadtnahen Bereich würden ein Handeln
erfordern.
Er schlug deshalb die Aufstellung von Hundetoiletten
(mit Tütenspender und Abfallbehälter) an „neuralgischen“ Punkten
wie Rosenau, Schießmauerweg, Wanderparkplatz oder Neubaugebiet
vor. Stadtrat
Kurt Dauth gab zu bedenken, dass die regelmäßige Reinigung der
Behälter, aber auch der Gestank dort nicht ganz unproblematisch
sei. Nach kurzer Diskussion über Akzeptanz und Durchsetzbarkeit
beschloss der Stadtrat die Anschaffung von zehn Hundetoiletten
zum Einzelpreis von zirka 340 Euro, die einzelnen Standorte
werden noch genau festgelegt.
Weiterhin
wird ein Hilfeleistungssatz für die Feuerwehr Velden, bestehend
aus Schere, Spreizer, Motorpumpen-aggregat und Rettungszylinder
für 17 447 Euro angeschafft. Dazu erhält die Stadt eine
einmalige Förderung von 6000 Euro. Das bereits im Juli
beschlossene Wanderleitsystem wird erst 2010 installiert, weil
das auf den Tafeln befindliche Logo der Frankenpfalz eventuell
noch geändert wird. 50 Prozent der Kosten von 7883 Euro trägt
der Verein Naturpark Fränkische Schweiz / Veldensteiner Forst,
zudem gibt es Zuschüsse von Sparkasse und VGN. Auf der
Suche nach einem DSL-Netzanbieter war die Stadt jetzt im 2.
Auswahlverfahren zumindest teilweise erfolgreich.
Denn bislang
verlief das Verfahren äußerst unbefriedigend. Die Telekom hat
für den Hauptort Velden nunmehr ein Angebot gemacht „mit einer Down-Load-Rate von über 6000 MB“ zum Preis von rund 50 000 Euro.
Die Regierung von Mittelfranken fördert den Anschluss mit 70
Prozent. Für die Ortsteile Pfaffenhofen und Viehhofen besteht
seitens dieser Firma kein Interesse, weil hier weniger als 200
Kunden vorhanden sind. Deshalb will Bürgermeister Seitz in
beiden Dörfern eine Umfrage machen, wie viele Interessenten es
konkret für einen DSL-Anschluss gibt und dann erneut eine
Ausschreibung starten.
Viel Lob
gab es für Claudia Ströhlein, für die Mitglieder des
Elternbeirats und für die vielen freiwilligen Helfer, die den
Schlafraum im Kindergarten und Nebenräume neu gestaltet haben.
Dank deren kostenlosen Einsatzes („Viele Väter haben sogar
Urlaubstage geopfert“) und der Materialspenden von Firmen
betrugen die Gesamtkosten nur 3889 Euro. Durch private
Geldzuwendungen von 3600 Euro verringert sich der der Stadt
verbleibende finanzielle Aufwand deutlich.
Zum Thema
„Änderung der Schulorganisation der Hauptschule“ informierte der
Bürgermeister, dass aller Wahrscheinlichkeit nach der
Altlandkreis Hersbruck mit über 600 Schülern einen Schulverbund
bilden werde; und zwar schon ab dem neuen Schuljahr, weil der
Landkreis einer acht bayerischen Pilotlandkreisen sei. Weil in
Velden entsprechende Fachräume vorhanden sind, könne man in dem
Verbund gut bestehen. Allerdings sei insgesamt mit erhöhten
Fahrtkosten zu rechnen.
Zudem würden die Fachleute nur eine
Standortsicherung für die nächsten fünf Jahre geben.
Vergeben wurden die Planungen für die Herstellung des
Oberflächenkanals in Henneberg. Dort und in Viehhofen werden
noch Teile der Kanäle gespült und befahren (TV-Verfilmung). Mit
der Uferbefestigung entlang des Schieß-mauerwegs wurde Anfang
November begonnen. Abschließend einigte sich das Gremium, dass
die Pausenhof-Seite der Turnhalle mit derselben dunkelroten
Farbe wie die Hauptgebäude der Schule gestrichen werden soll. VON
SIEGFRIED FUCHS |