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Veldener Stadtrat beschließt neue Straßenbeleuchtung nach dem Ausbau des Felsenwegs (HZ 22.10.09)


„Kleinkläranlagen sind für den Gemeindeteil Henneberg die wirtschaftlichste Lösung“, so Bürgermeister Herbert Seitz in der jüngsten Stadtratssitzung in Velden. Auf diese dezentrale Lösung  einigte sich das Gremium ebenso einstimmig wie auf den Umfang der Straßenbeleuchtung nach Ausbau des Felsenwegs und im Baugebiet Buchenstraße sowie über die bereits erfolgten Ausgaben für die Kläranlage. 

Ausführlich diskutierten die Stadträtinnen und -räte über die Anzahl und die Art der Beleuchtungskörper für die Straße „Felsenweg“ sowie das Baugebiet „Buchenstraße“. Bei einem Termin des Bauausschusses waren die Standorte der Lampen – beim Felsenweg mit Beteiligung der Anlieger – festgelegt und sogenannte Pilzleuchten favorisiert worden. Der in der Sitzung anwesende Vertreter von N-Ergie unterbreitete jedoch aus seiner Sicht kostengünstigere bzw. verkehrssicherere Alternativangebote. Vor allem im Felsenweg müssten, um den gesetzlichen Vorschriften zu entsprechen, zur gleichmäßigen Ausleuchtung zehn derartige Leuchten gesetzt werden, so der Fachmann.

Er empfahl hier sieben Kofferleuchten. Sie würden optimales Licht bieten, niedriger in der Anschaffung und beim Stromverbrauch sein und zudem die Umrüstung auf zukünftige LED-Technik bieten. Deshalb beschlossen die Räte die Anschaffung von sieben Kofferleuchten zum Preis von rund 9300 Euro für den Felsenweg. Für das Baugebiet „Buchenstraße“ werden in  Anpassung an das gesamte bisher erschlossene Neubaugebiet elf Pilzleuchten sowie drei Kofferleuchten (Anbindung Radweg) zum Gesamtpreis von 22 500 Euro in Auftrag gegeben.

Bei einer Ortsversammlung Ende September in Henneberg wurden verschiedene Varianten für Kläranlagensysteme vorgestellt. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass für den Gemeindeteil Kleinkläranlagen die wirtschaftlichste Lösung darstellen würden. Alle anwesenden Einwohner, betonte Bürgermeister Seitz in seinen Ausführungen, hätten sich letztlich für diese Möglichkeit entschieden. Deshalb beschloss der Stadtrat, dass diec Abwasserbeseitigung in Henneberg in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt über dezentrale Anlagen, d.h. „Kleinkläranlagen mit biologischer Reinigung nach dem jeweiligen Stand der Technik“ erfolgen könne. Wenn in Einzelfällen das Versickern an Ort und Stelle auf dem eigenen Grundstück nicht möglich ist, kann nach vertraglicher Vereinbarung in den gemeindlichen Oberflächenwasserkanal entwässert werden.

Die Abwasseranlage für den Gemeindeteil Pfaffenhofen, von der Stadt vorfinanziert, ist dagegen bereits im Jahr 2007 in Betrieb gegangen. Hierzu gab der Bürgermeister etwas enttäuscht bekannt, dass der noch ausstehende Zuschuss in  Höhe von 100 000 Euro (im Haushalt bei den Einnahmen fest eingeplant) noch nicht überwiesen wurde. Laut Information durch das WWA, dem alle Abschlussrechnungen vorliegen, muss mit einer Wartezeit von einem Jahr gerechnet werden, bis die Regierung den Betrag überweisen wird. Äußerst unbefriedigent aus Sicht der Stadt verlief bisher auch das Auswahlverfahren zur Verbesserung der Breitbandsituation für die Ortsteile Velden, Pfaffenhofen und Viehhofen (DSL-Anschluss).

Zwar hätten sich drei Anbieter gemeldet, doch deren Angebote entsprächen in keiner Weise der Ausschreibung. Es fehlten konkrete Planungen für die Ortsteile, es wurden keine flächendeckenden Lösungen aufgezeigt und die Nutzungsentgelte seien relativ hoch. Nach Abstimmung mit der Regierung werde man erneut ins Auswahlverfahren gehen. Sollte man wieder kein akzeptables Angebot erhalten, könne man mit den Anbietern direkt verhandeln. Nach einer längeren Frostperiode war im letzten  Winter eine unter einer unbeheizten Lagerhalle des Bauhofs verlaufende Wasserleitung eingefroren. Um Abhilfe zu schaffen, wird nunmehr die Leitung auf Putz verlegt und mit einem Heizband versehen. Die Arbeiten führt die Firma Feiga & Körber zum Angebotspreis von 1320 Euro aus.

Der Einbau einer Heizung für die Fahzeughalle wurde zurückgestellt, da hier die Isolierung von Decke und Toren sinnvollerweise notwendig wäre. Damit auch im Winter kleinere Reparaturen an Fahrzeugen durchgeführt werden können, wird übergangsweise ein mobiles und „Raumluft unabhängiges“ Heizgerät zum Preis von 500 Euro beschafft.Wie bereits im Jahr 2007 beschlossen, wurden in mehreren Abschnitten in der Pumpstation im Regenüberlaufbecken 1 Reparatur- bzw. Austauscharbeiten (Pumpen, Ventile, Schieber usw.) durchgeführt. Das Gremium stimmte nun der vorliegenden Abschlussrechnung in Höhe von 9360 Euro zu. In Abstimmung mit Förster Helmut Lay werden aus Gründen der Verkehrssicherheit bzw. zur Bestandsverjüngung an verschiedenen Stellen in Velden (z.B. Ecke Lindenstraße) und Umgebung Bäume gefällt. Unterhalb der Gartenstraße ist ein Wegebau von ca. 200 Metern Länge geplant, um das Holz besser abfahren zu können. 

VON SIEGFRIED FUCHS