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Jetzt macht auch der Insolvenzverwalter der Ecka Granulate in
Velden den Beschäftigten Mut: Die Produktion geht ohne Stopp
weiter, die Banken geben Geld, Ecka habe „gesunde Kerne “. Ins
Insolvenzverfahren kommen auch die Ecka-Betriebe in Österreich.
Der Nürnberger Anwalt Dr. Siegfried Beck führt jetzt weltweit
das Hauptinsolvenzverfahren der Ecka-Holding mit insgesamt 800
Beschäftigten. Wenige Tage nach der Holding mit Verwaltungssitz
in Fürth und deren Tochtergesellschaft in Velden, musste auch
die in Österreich angesiedelte Tochtergesellschaft non ferrum
Metallpulver GesmbH & Co. KG bei Salzburg Insolvenz beantragen.
Das Hauptverfahren findet nach europäischem Recht dort statt, wo
das Unternehmen den Mittelpunkt seiner hauptsächlichen
Interessen hat. Das Amtsgericht Fürth sieht wie das Unternehmen
auch Fürth als den Mittelpunkt der Firmengruppe.
Die Verwaltung in Fürth hat etwa 50 Beschäftigte, das neue Werk
in Velden 90, ein weiteres Werk in Trautenfurt bei Spalt 35. In
Österreich sind 130 Mitarbeiter der weltweit über 800
Beschäftigten der Firmengruppe Ecka von der Insolvenz betroffen.
Die Firmengruppe setzte im vergangenen Jahr über 900 Mio. Euro
um.
Ziel des gesamten Insolvenzverfahrens, so Anwalt Beck, ist die
Fortführung der Produktion. In Deutschland und Österreich geht
die Arbeit mit Metallpulver für unterschiedliche Anwendergruppen
ohne Unterbrechung weiter. Nach einem Gespräch mit den
involvierten deutschen und österreichischen Banken ist
sichergestellt, dass u. a. durch einen Massekredit die
Produktion weiterlaufen kann. Nach einem Einbruch zu
Jahresbeginn zieht die Auftragslage jetzt wieder an, bestätigt
Beck Aussagen, die der technische Werksleiter in Velden
Hans-Klaus Neubing letzte Woche gegenüber der
Hersbrucker Zeitung
machte.
Auslöser für den Insolvenzantrag war u. a. die Automobilkrise,
die bei Ecka zu Auftragsrückgängen von teils über 50 Prozent
führte. Aufgrund der gesunkenen Metallpreise für Aluminium,
Kupfer und Magnesium mussten außerdem die Materialbestände in
den Bilanzen abgewertet werden. Als dritter externer Faktor
schlug die Insolvenz eines Großkunden zu Buche.
Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Gert Rohrseitz will Beck in
den nächsten Monaten die bereits vorliegenden Sanierungspläne
überprüfen und dann gezielt umsetzen. Dazu Beck: „Ich gehe heute
davon aus, dass wir die gesunden Kerne freilegen und erhalten
können. “ Wie geplant beteiligt sich Ecka an der für die Branche
wichtigen Fachmesse Schweißen & Schneiden in Essen. |
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