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1,5 Millionen Ausgaben (HZ 7.8.09)


In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause vergab der Veldener Stadtrat die Arbeiten für die Erschließung des Baugebiets „Buchenstraße“ sowie für den Ausbau der Straße „Felsenweg“. Zudem wurden die in nichtöffentlicher Sitzung vergebenen Gewerke für die energetische Sanierung der Hauptschulgebäude bekannt gegeben. Insgesamt sind damit für heuer und zum Teil für Anfang kommenden Jahres Ausgaben in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro verplant.

Werner Renner vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Amberg erläuterte die Ergebnisse der Submission. „Felsenweg“ und „Buchenstraße“ habe man als zwei getrennte Lose ausgeschrieben. Günstigster Bieter unter jeweils acht abgegebenen Angeboten war im ersten Falle eine Firma aus Neunburg v.W. Der Ausbau der Straße „Felsenweg“ kostet einschließlich Kanalisation, Beleuchtung und Planungskosten 269 300 Euro.

Wie Bürgermeister Herbert Seitz ergänzte, wurde für die Anlieger eine Aufklärungsversammlung abgehalten, bei der alle noch offenen Fragen bezüglich Bauzeit, Einschränkung des Fahrverkehrs usw. ausgeräumt werden konnten. Der Anliegerverkehr werde so weit wie möglich aufrecht gehalten, Ziel sei es, noch heuer den Unterbau fertig zu stellen. Erfreulich sei, dass die Riegelsteingruppe die Wasserleitung (Gussrohre) auf Länge der Kanaltrasse kostenlos auswechseln wird. Für das zweite Projekt erhielt eine Firma aus Weiden zum Angebotspreis von 434 000 Euro den Zuschlag.

Die Erschließungsarbeiten beinhalten sowohl den Straßenbau als auch die Verlegung aller Versorgungsleitungen. Für die kommenden Bundestagswahlen ist als Wahllokal – wie zuletzt bewährt – wieder die Musikhalle vorgesehen. Die Wahlhelfer erhalten für diesen Tag pauschal eine Entschädigung von 25 Euro. Der Bauantrag „Errichtung eines Lebensmittelmarktes mit Getränkemarkt, Bäcker und Frisör“ musste ein zweites Mal genehmigt werden. Der gesamte Gebäudekomplex war ursprünglich um rund sechs Meter zu nahe an das benachbarte Kindergartengebäude geplant worden.

In einem Antrag an den Stadtrat strebt das Albert-Schweitzer-Familienwerk Bayern e.V. eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Nr. 13 „Raitenberg“ an. Konkret wollte man eine Änderung der Größe für die an der Straße nach Raitenberg geplanten Gebäude erreichen. Die Stadträte Kurt Dauth und Herbert Begert meinten jedoch, dass man den erst vor wenigen Jahren für rund 25 000 Euro erstellten Bebauungsplan nicht ohne Not ändern sollte, schon im Hinblick auf neu entstehende Kosten.

Das Gremium folgte deshalb der Empfehlung, beim Landratsamt eine mögliche Befreiung innerhalb der vorgegebenen Bebauungsgrenzen zu erreichen. Für die Errichtung eines Wanderleitsystems wurde vom Naturpark „Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst“ eine 50-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. Einige Nachbarkommunen haben dieses System schon seit längerem installiert, die Gemeinden Hartenstein und Vorra dessen Einführung kürzlich beschlossen.

Für das Stadtgebiet Velden sind 53 Tafeln neben einem Übersichtsplan erforderlich. Nachdem sowohl VGN als auch Sparkasse das Projekt bezuschussen, würden für die Stadt knapp 3000 Euro verbleiben. Nach kurzer Diskussion befürworteten die Stadträtinnen und -räte das Projekt. Für die energetische Sanierung der Hauptschulgebäude waren insgesamt zehn verschiedene Gewerke an die jeweils günstigsten Anbieter vergeben worden.

 Diese Aufträge haben einen Gesamtwert von 694 000 Euro, darunter für Fenster und Sonnenschutz 372 561 Euro, für Wärmedämmung und Verputzarbeiten 173 187 Euro sowie für Schlosserarbeiten (u.a. 2. Fluchtweg in Richtung Plecher Straße) 69 912 Euro. Mit dem Aufstellen des Gerüsts soll bereits kommende Woche begonnen werden. Einschließlich Ingenieur- und Baunebenkosten werden, so Bürgermeister Seitz, rund 790 000 Euro brutto investiert. Für diese Summe wurde bei der Regierung von Mittelfranken bereits Antrag auf Bezuschussung (Zusage für 90 Prozent) gestellt. Stadtrat Engelbrecht Feiga von der Firma Feiga & Körber hat für Heizungsarbeiten in der Musikhalle Material im Wert von rund 500 Euro sowie seinen Arbeitseinsatz gespendet. Abschließend war zu erfahren, dass die Postagentur ab Anfang August in die Blumenstube Spieß in die Eichgasse 1a umziehen wird.    VON SIEGFRIED FUCHS