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Noch eine schlechte Nachricht: Die Ecka Granulate mit Sitz in
Fürth haben, wie am Freitag bekannt wurde, überraschend
Insolvenz angemeldet.
«Wir sind schlicht aus allen Wolken gefallen», sagt Christian
Nowak, Geschäftsführer der IHK Fürth. Natürlich habe man, auch
im größeren Kreis, über Probleme gesprochen: die kriselnde
Automobilbranche, spürbare Absatzrückgänge und die Banken. Dass
die Lage so dramatisch war, dass der Hersteller von
Metallpulvern am Mittwoch Insolvenz anmelden musste, «hat uns
sehr überrascht».
Ecka-Chef Gert Rohrseitz, der die Geschäfte seit 1987 führt und
als Vorsitzender des IHK-Gremiums eng mit Nowak
zusammenarbeitet, sei «eigentlich nichts» anzumerken gewesen.
Erst im Januar hatte Ecka das Richtfest für ein neues
Verwaltungsgebäude in der Frankenstraße gefeiert. Von dort aus
wird nicht nur die Produktion in Velden gesteuert, sondern
Fabriken in sieben europäischen Ländern sowie in den USA,
Brasilien, Australien, China, Japan, Russland und asiatischen
Staaten. Jährlich werden rund 70 000 Tonnen Aluminium, 25 000
Tonnen Kupfer und 19 000 Tonnen Magnesium verarbeitet.
Ecka Granulate gilt als eines der innovativsten Unternehmen in
Fürth. Die Metallpulver werden in der chemischen Industrie und
bei der Metallbearbeitung angewendet. Neben anderen zählt Ecka
zu den Förderern der Neue Materialien GmbH in der Uferstadt,
erprobt dort seine Produkte im Leichtmetallbau und der
Nanotechnologie. Im Messeplan für Herbst stehen aktuell
Schneiden & Schweißen, Nanosolutions, die Euro-PM in Kopenhagen
und die Welding Show in Chicago.
«Fürth lebt von solchen technologisch ausgerichteten
Unternehmen», sagt Nowak, der auf eine Fortführung von Ecka
Granulate aus der Insolvenz hofft. Inständig wünscht er, dass
Rohrseitz als «hervorragende Persönlichkeit» bleiben möge. Er
ist unter anderem Träger der Goldenen Bürgermedaille der Stadt
Fürth, ehrenamtlicher Vorsitzender des Roten Kreuzes und
Honorarkonsul von Österreich. |
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