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Viele Ideen sind für mögliche Schulverbünde im Landkreis
Amberg-Sulzbach beim Dialogforum Mittelschule diskutiert worden.
Daraus wurde erkennbar: Auerbach muss aufgrund seiner Randlage
im Norden seine Zukunft möglicherweise in der Hilfe der
mittelfränkischen Nachbarn suchen.
Es liegt jetzt an den Gemeinden, wie die künftigen Schulverbünde
aussehen sollen, um den Bestand der Hauptschulen trotz teilweise
massiver Schülerrückgänge über eine Zusammenarbeit auf der Basis
bestimmter Vorgaben zu sichern.
Grenzwert 400
Eine nahm Schulamtsdirektor Hubert A. Haberberger beim
Dialogforum in Amberg schon vorweg: Die demografische
Entwicklung macht wohl keine neuen Schulverbünde unter einer
Zahl von 400 Schülern sinnvoll.
Und es wurden im Beisein vom Kommunalpolitikern ersten
Verbundmöglichkeiten andiskutiert. Auerbach müsse in seiner
Randlage im Norden des Landkreises Amberg-Sulzbach mit rund 230
Hauptschülern demnach wohl auf die Hilfe aus dem
mittelfränkischen Velden bauen.
Das Kuriose an der Sache ist aber: Als die Neuhauser bei der
Auflösung ihrer Hauptschule in der Zeit von Bürgermeisterin
Heidi Suttner gerne nach Auerbach gewollt hätten, legte die
Regierung von Mittelfanken ihr Veto ein. Mit Neuhaus sollte
nicht zuletzt der Schulstandort Velden gesichert werden. Jetzt
wäre eine Bezirksübergeifende Lösung möglich, ob diese eine
Chance hat und ob es noch «pro Auerbach-Mehrheiten» im
Gemeinderat gibt, werden die weiteren Gespräche zeigen.
Diese könnten sogar zu einer Nagelprobe für die
Arbeitsgemeinschaft FrankenPfalz werden, um die es – mit
Ausnahme von Brühtrogrennen und Schafkopfturnieren sowie der
Absicht, eine gemeinsame Wanderwegekarte auf den Markt zu
bringen – öffentlich eher etwas ruhig geworden ist. Dabei könnte
ein Schulverbund mit den künftigen Mittelschulen Auerbach,
Velden-Vorra-Hartenstein und Königstein-Neukirchen durchaus ein
Thema sein. Betzenstein jetzt mal außen vorgelassen.
Tendenz nach Sulzbach
Aber dazu müssen schon sehr gute Argumente auf den Tisch gelegt
werden. Das lässt zumindest der Bürgermeister von Neukirchen,
Winfried Franz, beim ersten Treffen des Dialogforums
durchblicken. Bei der Gesprächsrunde mit Pilotcharakter, an der
auch Regierungspräsidentin Brigitta Brunner teilnahm, machte er
keinen Hehl daraus, dass Neukirchen schon eher nach Sulzbach
tendiere. Man sei aber Demokrat genug, sich auch die Argumente
aus Auerbach anzuhören.
Nach den ersten Diskussionsideen würden Königstein-Neukirchen,
Illschwang und Sulzbach im Verbund zusammenarbeiten und wären
gemeinsam mit rund 850 Schülern gut aufgestellt. das wird eine
Herausforderung für den nördlichen Landkreis, einen adäquaten
Schulverbund auf die Beine zu stellen. - gr - |
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