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Schule bräuchte Hilfe aus Mittelfranken (NN 25.7.09)


Viele Ideen sind für mögliche Schulverbünde im Landkreis Amberg-Sulzbach beim Dialogforum Mittelschule diskutiert worden. Daraus wurde erkennbar: Auerbach muss aufgrund seiner Randlage im Norden seine Zukunft möglicherweise in der Hilfe der mittelfränkischen Nachbarn suchen.

Es liegt jetzt an den Gemeinden, wie die künftigen Schulverbünde aussehen sollen, um den Bestand der Hauptschulen trotz teilweise massiver Schülerrückgänge über eine Zusammenarbeit auf der Basis bestimmter Vorgaben zu sichern.

Grenzwert 400

Eine nahm Schulamtsdirektor Hubert A. Haberberger beim Dialogforum in Amberg schon vorweg: Die demografische Entwicklung macht wohl keine neuen Schulverbünde unter einer Zahl von 400 Schülern sinnvoll.

Und es wurden im Beisein vom Kommunalpolitikern ersten Verbundmöglichkeiten andiskutiert. Auerbach müsse in seiner Randlage im Norden des Landkreises Amberg-Sulzbach mit rund 230 Hauptschülern demnach wohl auf die Hilfe aus dem mittelfränkischen Velden bauen.

Das Kuriose an der Sache ist aber: Als die Neuhauser bei der Auflösung ihrer Hauptschule in der Zeit von Bürgermeisterin Heidi Suttner gerne nach Auerbach gewollt hätten, legte die Regierung von Mittelfanken ihr Veto ein. Mit Neuhaus sollte nicht zuletzt der Schulstandort Velden gesichert werden. Jetzt wäre eine  Bezirksübergeifende Lösung möglich, ob diese eine Chance hat und ob es noch «pro Auerbach-Mehrheiten» im Gemeinderat gibt, werden die weiteren Gespräche zeigen.

Diese könnten sogar zu einer Nagelprobe für die Arbeitsgemeinschaft FrankenPfalz werden, um die es – mit Ausnahme von Brühtrogrennen und Schafkopfturnieren sowie der Absicht, eine gemeinsame Wanderwegekarte auf den Markt zu bringen – öffentlich eher etwas ruhig geworden ist. Dabei könnte ein Schulverbund mit den künftigen Mittelschulen Auerbach, Velden-Vorra-Hartenstein und Königstein-Neukirchen durchaus ein Thema sein. Betzenstein jetzt mal außen vorgelassen.

Tendenz nach Sulzbach

Aber dazu müssen schon sehr gute Argumente auf den Tisch gelegt werden. Das lässt zumindest der Bürgermeister von Neukirchen, Winfried Franz, beim ersten Treffen des Dialogforums durchblicken. Bei der Gesprächsrunde mit Pilotcharakter, an der auch Regierungspräsidentin Brigitta Brunner teilnahm, machte er keinen Hehl daraus, dass Neukirchen schon eher nach Sulzbach tendiere. Man sei aber Demokrat genug, sich auch die Argumente aus Auerbach anzuhören.

Nach den ersten Diskussionsideen würden Königstein-Neukirchen, Illschwang und Sulzbach im Verbund zusammenarbeiten und wären gemeinsam mit rund 850 Schülern gut aufgestellt. das wird eine Herausforderung für den nördlichen Landkreis, einen adäquaten Schulverbund auf die Beine zu stellen. - gr -