In seiner jüngsten Sitzung beschloss
der Veldener Stadtrat die Bedarfsfeststellung für das kommende
Kindergartenjahr, die Instandsetzung des zum Teil nur noch
schlecht zu benutzenden „Schießmauerwegs“ sowie den Erwerb eines
Zeiterfassungssystems für die städtischen Mitarbeiter.
Im Rahmen des Naturparkprojekts 2009
sollen der links der Pegnitz verlaufende Schießmauerweg ab dem
Inselsteg bis zur Eisenbahnbrücke instand gesetzt und dabei
insbesondere die ausgeschwemmten Uferbereiche wieder befestigt
werden. Bei einem entsprechenden Ausbau, so das Gremium bereits
in einer früheren Sitzung, könne man auch die Eng- und
Gefahrenstellen für Radfahrer beseitigen.
Nach
mehreren Ortsterminen mit Mitarbeitern des
Wasserwirtschaftsamtes kamen alle Beteiligten zu dem
Ergebnis, dass eine Uferverbauung mit großen Steinen wegen der
schwierigen
Materialanlieferung (keine Zufahrt) nicht möglich sei, auch
könne man in den Engstellen keine größeren Maschinen einsetzen.
Deshalb bietet das Amt an, auf zwei Kähnen mit Außenbordmotor
eine
Plattform zu montieren. Damit könne man kleinere Steine und
Schotter transportieren und vom Wasser aus die Uferverbauung
angehen.
Um den naturbelassenen Charakter dieses
Pegnitztalabschnittes zu erhalten, sei man gegen Gabionen.
Die
Stadträte beschlossen, diese Maßnahme, die der Kommune 8200 Euro
kostet, über den Naturpark Veldensteiner Forst zu beantragen.
Für den etwa drei Wochen dauernden Arbeitseinsatz wird die
Unterstützung durch den Bauhof zugesichert. Zum neuen
Kindergartenjahr 2009/2010 sind ab 1. September 69 Kinder
angemeldet, eines mehr als vor einem Jahr. Wie Bürgermeister
Herbert Seitz erläuterte, startet die „Ameisengruppe“, dort
werden Knirpse unter drei Jahren betreut, mit 14 Kindern. Für
die Bären-, Mäuse- und Sonnenkäfergruppe (3.
Lebensjahr bis Einschulung) liegen für 42 Kinder
Betreuungsverträge vor.
Aufgrund der statistischen Zahlen des Einwohneramtes dürfte sich aber im Laufe des Jahres weiterer
Bedarf ergeben. Schließlich ist noch eine Gruppe von 13
Schulkindern zur Hausaufgabenbetreuung angemeldet. Die
zusätzlichen Anmeldungen gegenüber dem Vorjahr (nur acht Kinder)
zeigen, dass man
mit diesem neuen Angebot richtig gelegen habe. Der Stadtrat
billigte einstimmig diese Bedarfsfeststellung. Wie
berichtet, führt die VG zur Entlastung des Personalamtes ein
Zeiterfassungssystem für ihre Mitarbeiter ein.
Die Stadt Velden
wird sich an diesem Vorhaben mit entsprechenden technischen
Einrichtungen in Bauhof und Kindergarten für die dortigen
Bediensteten beteiligen. Wegen des Abbaus der
Überspannungslampen in der Bergstraße werden dort zwei
Kofferleuchten aufgestellt, Preis 2000 Euro. Einhellig
abgelehnt wurde eine finanzielle Beteiligung an Baumaßnahmen des
Hersbrucker Waldorfkindergartens. Da auch Kinder aus Velden
diese Einrichtung besuchen würden, so in einem Schreiben des
Landrats, sei man zur Bedarfsanerkennung verpflichtet, zumal im
eigenen Bereich keine gleichwertige Einrichtung vorhanden sei.
An der noch offenen Summe von 70 000 Euro müssten sich die
Kommunen, deren Kinder diese Einrichtung besuchen würden,
anteilig beteiligen. Bei vierzig Plätzen betrage der Anteil pro
Kind rund 1700 Euro. Velden
solle eine Einmalzahlung von 3500 Euro leisten, da im
Durchschnitt in den letzten Jahren zwei Kinder gemeldet waren.
Einige Stadträte meinten dazu, dass man bei Bedarfsanerkennung
auch bei zukünftigen Baumaßnahmen dabei sei.
Aufgrund der
angespannten Haushaltslage der Stadt Velden sei man
nicht in der Lage, den geforderten Betrag an den
Waldorfkindergarten zu zahlen.
Die Vergabe verschiedener Gewerke im Rahmen der energetischen
Sanierung der Hauptschule wurde nach Rücksprache mit dem
beauftragten Architekten verschoben, um die erforderlichen
Ausschreibungsfristen und Submissionstermine einzuhalten. VON SIEGFRIED FUCHS
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