Aktuell
Vorstandschaft
Stadtratsfraktion
Termine/Veranstaltungen
Veldener Treff
Aus der Region
Bundestagsfraktion
Kommunalwahl 2008
Presseschau
Impressum
E-mail

Ein Kahn soll das Material bringen (HZ 13.7.09)


In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Veldener Stadtrat die Bedarfsfeststellung für das kommende Kindergartenjahr, die Instandsetzung des zum Teil nur noch schlecht zu benutzenden „Schießmauerwegs“ sowie den Erwerb eines Zeiterfassungssystems für die städtischen Mitarbeiter.

Im Rahmen des Naturparkprojekts 2009 sollen der links der Pegnitz verlaufende Schießmauerweg ab dem Inselsteg bis zur Eisenbahnbrücke instand gesetzt und dabei insbesondere die ausgeschwemmten  Uferbereiche wieder befestigt werden. Bei einem entsprechenden Ausbau, so das Gremium bereits in einer früheren Sitzung, könne man auch die Eng- und Gefahrenstellen für Radfahrer beseitigen.

Nach mehreren Ortsterminen mit Mitarbeitern des Wasserwirtschaftsamtes kamen alle Beteiligten zu dem Ergebnis, dass eine Uferverbauung mit großen Steinen wegen der schwierigen Materialanlieferung (keine Zufahrt) nicht möglich sei, auch könne man in den Engstellen keine größeren Maschinen einsetzen. Deshalb bietet das Amt an, auf zwei Kähnen mit Außenbordmotor eine Plattform zu montieren. Damit könne man kleinere Steine und Schotter transportieren und vom  Wasser aus die Uferverbauung angehen.

Um den naturbelassenen Charakter dieses Pegnitztalabschnittes zu erhalten, sei man gegen Gabionen. Die Stadträte beschlossen, diese Maßnahme, die der Kommune 8200 Euro kostet, über den Naturpark Veldensteiner Forst zu beantragen. Für den etwa drei Wochen dauernden Arbeitseinsatz wird die Unterstützung durch den Bauhof zugesichert. Zum neuen Kindergartenjahr 2009/2010 sind ab 1. September 69 Kinder angemeldet, eines mehr als vor einem Jahr. Wie Bürgermeister Herbert Seitz erläuterte, startet die „Ameisengruppe“, dort werden Knirpse unter drei Jahren betreut, mit 14 Kindern. Für die Bären-, Mäuse- und Sonnenkäfergruppe (3. Lebensjahr bis Einschulung) liegen für 42 Kinder Betreuungsverträge vor.

Aufgrund der statistischen  Zahlen des Einwohneramtes dürfte sich aber im Laufe des Jahres weiterer Bedarf ergeben. Schließlich ist noch eine Gruppe von 13 Schulkindern zur Hausaufgabenbetreuung angemeldet. Die zusätzlichen Anmeldungen gegenüber dem Vorjahr (nur acht Kinder) zeigen, dass man mit diesem neuen Angebot richtig gelegen habe. Der Stadtrat billigte einstimmig diese Bedarfsfeststellung. Wie berichtet, führt die VG zur Entlastung des Personalamtes ein Zeiterfassungssystem für ihre Mitarbeiter ein.

Die Stadt Velden wird sich an diesem Vorhaben mit entsprechenden technischen Einrichtungen in Bauhof und Kindergarten für die dortigen Bediensteten beteiligen. Wegen des Abbaus der Überspannungslampen in der Bergstraße werden dort zwei Kofferleuchten aufgestellt, Preis 2000 Euro. Einhellig abgelehnt wurde eine finanzielle Beteiligung an Baumaßnahmen des Hersbrucker Waldorfkindergartens. Da auch Kinder aus Velden diese Einrichtung besuchen würden, so in einem Schreiben des Landrats, sei man zur Bedarfsanerkennung verpflichtet, zumal im eigenen Bereich keine gleichwertige Einrichtung vorhanden sei.

An  der noch offenen Summe von 70 000 Euro müssten sich die Kommunen, deren Kinder diese Einrichtung besuchen würden, anteilig beteiligen. Bei vierzig Plätzen betrage der Anteil pro Kind rund 1700 Euro. Velden solle eine Einmalzahlung von 3500 Euro leisten, da im Durchschnitt in den letzten Jahren zwei Kinder gemeldet waren. Einige Stadträte meinten dazu, dass man bei Bedarfsanerkennung auch bei zukünftigen Baumaßnahmen dabei sei.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Velden sei man nicht in der Lage, den geforderten Betrag an den Waldorfkindergarten zu zahlen. Die Vergabe verschiedener Gewerke im Rahmen der energetischen Sanierung der Hauptschule wurde nach Rücksprache mit dem beauftragten Architekten verschoben, um die erforderlichen Ausschreibungsfristen und Submissionstermine einzuhalten.   VON SIEGFRIED FUCHS