Aus dem Konjunkturpaket des Bundes
erhält die Stadt Velden für die energetische Sanierung der
beiden aus dem Jahre 1967 stammenden Hauptschulgebäude eine
Förderung von 90 Prozent. Neben dieser erfreulichen
Information beschäftigte sich der Stadtrat im Wesentlichen mit
Vertragsabschlüssen der Stromlieferanten E.ON und N-Ergie. Bei einem
Gespräch mit Vertretern der Regierung von Mittelfranken konnte
Bürgermeister Herbert Seitz zusätzliche Fördermittel „locker
machen“. Neben den bereits bewilligten Mitteln in Höhe von 600
000 Euro (HZ berichtete) erhält die Stadt Velden
zusätzlich 17 500 Euro für die beiden Hauptschulgebäude. Dies
entspricht nunmehr einer Förderung der Sanierungsmaßnahmen in
Höhe von 90
Prozent.
Mit Architekt und Bauausschuss ist geplant, dass der
Einbau neuer Fenster bzw. die Anbringung der Außendämmung noch
im Sommer, d.h. voraussichtlich Mitte der Sommerferien, begonnen
werden soll. Ein Problem
gibt es beim Brandschutz, da wahrscheinlich ein zweiter
Fluchtweg benötigt wird. Dazu hat der beauftragte Architekt Lang
in Verbindung mit einem Fachbüro für Brandschutz bereits
Planungsvorschläge ausgearbeitet. Eine Brücke zur Plecher
Straße, so erläuterte der Bürgermeister, sei als Fluchtweg nicht
zulässig, da die Kinder dann direkt auf die Fahrbahn laufen
würden.
Ein weiteres Problem seien die Glasbausteine in den
nördlichen Fassaden. Für den notwendigen Komplettaustausch sei
hier ein Bauplan erforderlich. Letztlich stimmte das Gremium dem
Vorschlag des Bürgermeisters zu, dass das Architekturbüro mit
der Ausschreibung der verschiedenen Gewerke beginnen könne.
Der
Stromlieferant N-Ergie versorgt bekanntlich mit Ausnahme der
Ortsteile Pfaffenhofen und Viehhofen das gesamte Stadtgebiet
Veldens. Für die entgeltliche Nutzung öffentlicher Verkehrswege
für die Verlegung von Leitungen zahlt N-Ergie laut neu
abgeschlossenem Vertrag eine genau festgelegte
Konzessionsabgabe.
Außerdem wurde vereinbart, dass bei
Leitungsverlegung usw. die Stadt die Tiefbauarbeiten
einschließlich Herstellung der Oberfläche auf eigene Kosten
durchführt, das Versorgungsunternehmen die Arbeiten an der
Anlage. Im Baugebiet Buchenstraße wurde bei der Kabelverlegung
dieser neue Vertrag bereits angewandt. Eine weitere Vereinbarung
mit N-Ergie regelt die „Vertriebsunterstützung“ durch die Stadt.
So erhält Velden für Werbemaßnahmen entsprechend der Zahl der
Anschlüsse jährlich insgesamt 7052 Euro.
Dafür wirbt die Stadt u.a. auf ihrer Internetseite für den Stromversorger. Einen
weiteren „Werbewert“ in Höhe von 2201 Euro bekommt die Kommune,
indem sie der Aufstellung zweier großer Radständer im
Stadtgebiet zustimmt. Für die
beiden obengenannten Ortsteile wurde mit dem Stromlieferanten
E.ON ein ab 2010 geltender neuer Stromlieferungsvertrag
abgeschlossen. Da es sich hier um Kleinanlagen handelt, beträgt
der Tarif z.B. bei der Straßenbeleuchtung 6,2 ct/kWh und für
andere Stromverbraucher 7,4 ct/kWh. Für die
Stichstraße im geplanten Baugebiet „Buchenstraße“ wurde der Name
„Ahornweg“ vorgeschlagen, nicht zuletzt deshalb, weil in dem
Bereich alle bisherigen Straßen Namen von Bäumen tragen.
Im Zuge
der Erschließung soll der vorhandene Felsenweg noch vor Beginn
des Straßenbaus geteert werden. Die
Feuerwehr Velden erhält einen sogenannten Hilfsleistungssatz
(HLS), bestehend aus Schere, Spreizer und Rettungszylinder. Die
Kosten in Höhe von 19 000 Euro werden mit 6000 Euro bezuschusst.
Eine Pumpe im Regenüberlaufbecken am Eckartsberg ist sehr
störanfällig. Auf Vorschlag des Klärwärters wird deshalb eine
neue Pumpe angeschafft und die vorhandene ältere repariert und
als Reserve vorgehalten.
Die Wege-
und Gewässerpläne mit ihren landschaftspflegerischen
Begleitplänen der Ländlichen Entwicklung in Dorf und Flur
„Verfahren Enzendorf, Gemeinde Hartenstein“ berühren auch die
Sportanlage des TSV Velden am Wachtberg. Es wurde deshalb darauf
hingewiesen, dass im Rahmen des Sportplatzumbaus (B-Platz) die
Verlegung eines Weges berücksichtigt und dieser anschließend
wieder öffentlich gewidmet werde. VON SIEGFRIED FUCHS
|