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Schule bekommt schützende Außenhaut (HZ 18.5.09)


Welche Aufträge können nach einer Zuwendung von 600 000 Euro aus dem Konjunkturpaket zur energetischen Sanierung der Hauptschule vergeben  werden? Soll die Kanalisierung im Bereich Felsenweg trotz hoher Kosten vergeben werden? Mit diesen und anderen aktuellen Themen beschäftigte sich der Veldener Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung.

Bekanntlich erhält die Stadt aus dem Konjunkturpaket II des Bundes eine Zuwendung von 600 000 Euro. Zwar werden die verbindliche Zusage sowie die Festlegung der Höhe erst mit Erteilung des Zuwendungsbescheides getroffen, so Bürgermeister Herbert Seitz, laut amtlichem Schreiben könne jedoch mit dem Bau bzw. den  Planungen bereits begonnen werden. Die bei der Beantragung eingereichte Kostenschätzung in Höhe von 1,5 Mill. € umfasste die Sanierung der baulichen Hülle, die Erneuerung aller Fenster, die Gesamtsanierung der Wasser-, Abwasser- und Elektroanlagen sowie solare Warmwasserbereitung und Wärmerückgewinnung für das Hallenbad und eine Hackschnitzelheizung für den gesamten Gebäudekomplex.

Da jedoch nunmehr nur ein Teilbetrag zur Verfügung stehe, müsse man überlegen, welche Maßnahmen mit dieser Summe in Angriff genommen werden sollten. Sinnvoll sei, meinte der Bürgermeister, auf ein Gespräch mit dem beauftragten Architekturbüro verweisend, noch in diesem Jahr die Fenster zu erneuern (rund 280 000 €) und danach die Außendämmung (Vollwärmeschutz für rund 120 000 €) einschließlich Dämmung der Decke anzugehen. Denn was würden Wärmerückgewinnung, Hackschnitzelheizung usw. nützen, wenn die Wärme durch Fenster und Mauerwerk verloren ginge. Durch diese neue „Außenhaut“ für die Schule würden etwa 40 Prozent der Heizkosten eingespart. Eine neue Dacheindeckung (rund 95 000 €) könne zurückgestellt werden.

Da die vorzeitige Auftragsvergabe an das Architekturbüro „nicht förderschädlich“ sei, beschloss das Gremium, das vorliegende Angebot für die Architektenleistung über die beschlossenen Instandsetzungen in Höhe von 70 000 € anzunehmen. In diesem Betrag ist die Erstellung eines EnEV-Nachweises eingeschlossen. Bei einer Sitzung mit den Kommandanten der drei gemeindlichen Feuerwehren meldeten diese einen Bedarf in Höhe von etwa 11 000 € für Ausrüstungsgegenstände an. Zusätzliche Ausgaben werden für die Reparaturen LF 8, für die TÜV-Prüfung von Rettungsgerät und für die Beschaffung von Material (u.a. zwölf C-Schläuche) zur Lagerung in Gerhelm erwartet.

Wie bereits seit Herbst 2008 bekannt, kann ein defekter Kanal in steilem Gelände zwischen Felsenweg und Oberer Bahnhofstraße mit sog. Inlinern saniert werden. Die erforderlichen Schächte wurden mittlerweile gesetzt. Allerdings gaben von den sechs angeschriebenen Firmen nur zwei ein  Angebot ab, da die Baustelle nicht mit Fahrzeugen angefahren  werden kann. Den Auftrag für die Sanierung des etwa 100 Meter langen Kanalstücks erhielt ein Betrieb  aus Auerbach zum Angebotspreis von 22 800 €. Anfang April hatte eine Versammlung mit Anliegern der Mühltorstraße/Eichgasse sowie Vertretern von Rettungsdiensten und Polizei stattgefunden – einziges Thema die Parksituation an der Einmündung zur Pegnitz hin.

Konkreter Anlass dafür war, dass die Durchfahrt insbesondere für die Feuerwehr oft nicht gewährleistet ist. Im Brandfalle ist jedoch die Eichgasse eine wichtige Zufahrt für die Wasserentnahme aus der Pegnitz. Trotz dieses Gesprächs mit den Anwohnern, von denen auch viele Vermieter von  Zimmern für Urlaubsgäste und Montagearbeitern sind, hat sich die Situation nicht geändert, wie der Bürgermeister anhand von Bildern zeigte (siehe auch aktuelle Aufnahme von Mittwochabend). Nach ausführlicher Diskussion einigten sich die Stadträte und -rätinnen darauf, gegenüber der Einmündung Eichgasse in Absprache mit den Fachbehörden Halteverbotsschilder anzubringen. Fahrzeuge, die verbotswidrig im Fünf-Meter-Einmündungsbereich parken würden, sollten zunächst mit einem  Hinweis-schreiben der Stadt „ermahnt“ werden, bevor Anzeige bei der Polizei erstattet wird.

Die Bergwacht Lauf erhält für die Baumaßnahme an ihrer Diensthütte auf der „Enzendorfer Platte“ eine Spende von 200 €. Anschließend gratulierte Bürgermeister Seitz allen Bewohnern von Münzinghof für ihren „silbernen“ Erfolg beim Bezirksentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“. VON SIEGFRIED FUCHS