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Welche Aufträge können nach einer
Zuwendung von 600 000 Euro aus dem Konjunkturpaket zur
energetischen Sanierung der Hauptschule vergeben werden? Soll
die Kanalisierung im Bereich Felsenweg trotz hoher Kosten
vergeben werden? Mit diesen und anderen aktuellen Themen
beschäftigte sich der Veldener Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung.Bekanntlich erhält die Stadt aus dem
Konjunkturpaket II des Bundes eine Zuwendung von 600 000 Euro.
Zwar werden die verbindliche Zusage sowie die Festlegung der
Höhe erst mit Erteilung des Zuwendungsbescheides getroffen, so
Bürgermeister Herbert Seitz, laut amtlichem Schreiben könne
jedoch mit dem Bau bzw. den Planungen bereits begonnen werden.
Die bei der Beantragung eingereichte Kostenschätzung in Höhe von
1,5 Mill. € umfasste die Sanierung der baulichen Hülle, die
Erneuerung aller Fenster, die Gesamtsanierung der Wasser-,
Abwasser- und Elektroanlagen sowie solare Warmwasserbereitung
und Wärmerückgewinnung für das Hallenbad und eine
Hackschnitzelheizung für den gesamten Gebäudekomplex.
Da jedoch
nunmehr nur ein Teilbetrag zur Verfügung stehe, müsse man
überlegen, welche Maßnahmen mit dieser Summe in Angriff genommen
werden sollten. Sinnvoll sei, meinte der Bürgermeister, auf ein
Gespräch mit dem beauftragten Architekturbüro verweisend, noch
in diesem Jahr die Fenster zu erneuern (rund 280 000 €) und
danach die Außendämmung (Vollwärmeschutz für rund 120 000 €)
einschließlich Dämmung der Decke anzugehen. Denn was würden
Wärmerückgewinnung, Hackschnitzelheizung usw. nützen, wenn die
Wärme durch Fenster und Mauerwerk verloren ginge. Durch diese
neue „Außenhaut“ für die Schule würden etwa 40 Prozent der
Heizkosten eingespart. Eine neue Dacheindeckung (rund 95 000 €)
könne zurückgestellt werden.
Da die
vorzeitige Auftragsvergabe an das Architekturbüro „nicht
förderschädlich“ sei, beschloss das Gremium, das vorliegende
Angebot für die Architektenleistung über die beschlossenen
Instandsetzungen in Höhe von 70 000 € anzunehmen. In diesem
Betrag ist die Erstellung eines EnEV-Nachweises eingeschlossen.
Bei einer
Sitzung mit den Kommandanten der drei gemeindlichen Feuerwehren
meldeten diese einen Bedarf in Höhe von etwa 11 000 € für
Ausrüstungsgegenstände an. Zusätzliche Ausgaben werden für die
Reparaturen LF 8, für die TÜV-Prüfung von Rettungsgerät und für
die Beschaffung von Material (u.a. zwölf
C-Schläuche) zur Lagerung in Gerhelm erwartet.
Wie bereits
seit Herbst 2008 bekannt, kann ein defekter Kanal in steilem
Gelände zwischen Felsenweg und Oberer Bahnhofstraße mit sog. Inlinern saniert werden. Die erforderlichen Schächte wurden
mittlerweile gesetzt. Allerdings gaben von den sechs
angeschriebenen Firmen nur zwei ein Angebot ab, da die
Baustelle nicht mit Fahrzeugen angefahren werden kann. Den
Auftrag für die Sanierung des etwa 100 Meter langen Kanalstücks
erhielt ein Betrieb aus Auerbach zum Angebotspreis von 22 800
€. Anfang
April hatte eine Versammlung mit Anliegern der
Mühltorstraße/Eichgasse sowie Vertretern von Rettungsdiensten
und Polizei stattgefunden – einziges Thema die Parksituation an
der Einmündung zur Pegnitz hin.
Konkreter Anlass dafür war, dass
die Durchfahrt insbesondere für die Feuerwehr oft nicht
gewährleistet ist. Im Brandfalle ist jedoch die Eichgasse eine
wichtige Zufahrt für die Wasserentnahme aus der Pegnitz. Trotz
dieses Gesprächs mit den Anwohnern, von denen auch viele
Vermieter von Zimmern für Urlaubsgäste und Montagearbeitern
sind, hat sich die Situation nicht geändert, wie der
Bürgermeister anhand von Bildern zeigte (siehe auch aktuelle
Aufnahme von Mittwochabend). Nach
ausführlicher Diskussion einigten sich die Stadträte und
-rätinnen darauf, gegenüber der Einmündung Eichgasse in
Absprache mit den Fachbehörden Halteverbotsschilder anzubringen.
Fahrzeuge, die verbotswidrig im Fünf-Meter-Einmündungsbereich
parken würden, sollten zunächst mit einem Hinweis-schreiben
der Stadt „ermahnt“ werden, bevor Anzeige bei der Polizei
erstattet wird.
Die Bergwacht Lauf erhält für die Baumaßnahme an ihrer
Diensthütte auf der „Enzendorfer Platte“ eine Spende von 200 €.
Anschließend gratulierte Bürgermeister Seitz allen Bewohnern von
Münzinghof für ihren „silbernen“ Erfolg beim Bezirksentscheid
„Unser Dorf hat Zukunft“. VON SIEGFRIED FUCHS
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