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Supermarkt für Velden nun inSicht (HZ 8.4.09)


Wenn die Termine eingehalten werden, so Tiefbauingenieur Werner Renner in der jüngsten Stadtratssitzung, können im Bereich des Bebauungsplans „Buchenstraße“ schon im Oktober erste Häuser entstehen. Und noch ein in Planung befindliches Projekt wurde bekannt: Bürgermeister Herbert Seitz erläuterte den Bauplan für ein Nahversorgungszentrum am Toni-Wolf-Platz in Velden.

Werner Renner, Geschäftsführer des gleichnamigen Ingenieurbüros aus Amberg, stellte die Planungen für den bereits rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 12 „Buchenstraße“ vor. Das östlich dieser Straße gelegene Gebiet mit etwa 18 Bauplätzen wird künftig über zwei Erschließungsstraßen erreicht, Länge 190 und 90 Meter. Während die Buchenstraße und ein noch zu benennendes Straßenstück auf 4,75 Meter (plus ein Meter Gehweg und zwei Meter Mehrzweckstreifen) ausgebaut werden, wird die kürzere Stichstraße nur vier Meter breit. Weiterhin erläuterte er die Kanal-, Wasser- und Stromanbindung.

Neben den rund 300 Meter Abwasserrohren sind die Hausanschlüsse und die entsprechende Zahl von Revisionsschächten vorgesehen. Die Verlegung der Wasserleitungen ist Sache des Zweckverbandes der Riegelsteingruppe. Nach Gesprächen mit N-Ergie wird eine Hochspannungstrasse in den Felsenweg verlegt, ein störender Strommast entfernt. Zudem soll auf Anregung einiger Stadträte die künftige Einmündung in den Felsenweg entschärft werden. Zum Terminplan sagte Renner, dass nach baldiger Ausschreibung die Submission für den 20. Mai und der Baubeginn für 8. Juni vorgesehen seien. So sei mit dem Ende der Erschließung Anfang Oktober zu rechnen. Laut Bürgermeister Seitz gibt es schon Anfragen von interessierten „Häuslebauern“.

Nachdem 2008 der Bebauungsplan Nr. 14 „Sondergebiet Nahversorgungszentrum“ rechtskräftig wurde, hat die Firma ZDC Immobilien einen Bauantrag für die Errichtung eines Lebensmittelmarktes (Norma) mit Getränkemarkt, Bäcker und Frisör eingereicht. Das L-förmige ebenerdige Gebäude entsteht auf einer knapp einen Hektar großen Fläche zwischen Kreisstraße, Schützenhaus und Kindergarten. Das Gremium stimmte ohne größere Beratung dem Bauvorhaben sowie zwei Befreiungen vom Bebauungsplan zu. Die Räume für den Frisörladen werden 70 statt 50 Quadratmeter groß, die Zufahrt erfolgt nicht über den Weg „Im Teich“, sondern wird auf Höhe der künftigen Parkplätze angelegt.

Das Grundstück gehört der Stadt und wird bei konkretem Baubeginn verkauft. Herbert Seitz erläuterte den Sachstand nach Abschluss der von ihm veranlassten Markterkundung zur Verbesserung der Breitbandsituation für die Ortsteile Velden, Pfaffenhofen und Viehhofen. Es habe sich nur ein Anbieter gemeldet, der jedoch wegen „nicht marktüblicher hoher Preise für Endkunden“ nicht angenommen wurde. Nun werde eine Ausschreibung durchgeführt mit dem Ziel, einen Netzbetreiber zu finden, der den Breitbandbedarf (raschere Internetanbindung insbesondere für Firmen) zu den wirtschaftlichsten Bedingungen abdecken kann. Schon 2007 wurde eine Freizeitlinie „Frankenpfalzexpress“ unter dem Titel „Höhlen, Hüten und Hausgemachtes“ konzipiert, um den Tourismus in der Region „FrankenPfalz“ zu stärken.

Der Zweckverband hat nun die erste Abrechnung für die Linie für 2007 und 2008 vorgelegt – der Anteil Veldens beträgt 2148 Euro. Angeregt wurde, beim zuständigen Zweckverband das Interesse an und die Rentabilität dieser Linie zu hinterfragen. Die Endkosten für den Umbau der Umkleidekabinen in der Schulturnhalle Velden belaufen sich auf knapp 45 000 Euro. Fertig ist auch die Gerätehalle am Bauhof. Kosten: 28 300 Euro. Viele Straßen und Gehwege im Gemeindegebiet sind durch den strengen Winter beschädigt. Eine Schadensaufnahme durch Bauhofmitarbeiter ergab eine auszubessernde Gesamtlänge von über 3000 Metern.

Mit der Reparatur wurde eine Firma aus der Oberpfalz beauftragt, die mit einem Preis von 59 Cent pro laufenden Meter das günstigste Angebot machte. Als Behindertenbeauftragte der Stadt wurde Karola Schwarz aus Raitenberg bestätigt. Nach dem Abriss eines Schuppens in der Nürnberger Straße wurden Parkplätze geschaffen. Allerdings ist in Richtung Pegnitzfluss ein Geländer nötig. Von der N-Ergie erhält die Stadt eine Gutschrift in Höhe von 8900 Euro für die „Vertriebsunterstützende Werbung“. Für die 2008 abgeschlossene Abwasserentsorgung Pfaffenhofen kam vom Wasserwirtschaftsamt ein weiterer Bewilligungsbescheid über 44 000 Euro – nach 110 000 Euro 2008. Aus der Schlussrechnung (insgesamt 250 000 Euro Bezuschussung), so Bürgermeister Seitz abschließend, stehen so noch 100 000 Euro aus. VON SIEGFRIED FUCHS