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Auch Velden will ein Stück vom Kuchen (HZ 16.3.09)


Foto: Siegfried Fuchs

Wie „ein Jackpot im Lotto “, so antwortete ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der Regierung von Mittelfranken auf die Frage, wie groß die Chancen einzelner Kommunen für eine Förderung im Rahmen des Konjunkturprogramms II stünden. Bürgermeister Herbert Seitz erläuterte in einer kurzen öffentlichen Sitzung die Möglichkeiten, eigene Projekte in das Programm einzubringen.

Investitionsschwerpunkte seien laut Innenministerium insbesondere die energetische Sanierung von Schulen, Bildungseinrichtungen, Kindergärten und kommunalen Verwaltungsgebäuden, so Seitz einleitend. Deshalb habe er gemeinsam mit den Räten vier Projekte in die engere Wahl genommen. Nach kurzer Diskussion war sich das Gremium einig, die energetische Sanierung der Hauptschule einschließlich Turnhalle und Hallenbad und des Rathauses anzumelden.

Für ersteren Gebäudekomplex soll ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Energieausweises und konkreter Kostenvoranschläge beauftragt werden. Einer entsprechenden Sanierung des kommunalen Gebäudes in der Nürnberger Straße 10 wurden nur geringe Chancen eingeräumt. Deshalb wurde von einer Anmeldung ebenso abgesehen wie von dem Projekt „Breitbandförderung “. Hier befindet man sich bereits im Auswahlverfahren eines anderen Förderprogramms.

Auf einer vom Bürgermeister besuchten Veranstaltung des Bayerischen Gemeindetages habe es geheißen, dass es bei der Bewerbung um die Mittel aus dem Konjunkturprogramm II „sehr viele Enttäuschungen geben werde “. Die in Mittelfranken zur Verfügung stehende Summe von rund 195 Millionen Euro sei bereits mehrfach überzeichnet. Dennoch hofft Velden, für die genannten Objekte eine Förderung von 87,5 Prozent zu bekommen. Laut Bekanntmachung des Innenministeriums sind bei Maßnahmen der energetischen Modernisierung Kosten bis zu 600 Euro je Quadratmeter beheizter Netto-Grundfläche förderfähig. Die Anträge werden noch im März eingereicht.

Zusammen mit seinem Amtskollegen Werner Wolter aus Hartenstein hat sich Seitz in einem Schreiben an das staatliche Bauamt gewandt. Beide Bürgermeister fragen darin an, ob im Rahmen der Konjunkturprogramme Gelder für den Restausbau der Staatsstraße 2162 vorhanden seien. Das Teilstück ab der Kläranlage bei Güntersthal bis Velden einschließlich Ortsdurchfahrt sei in einem desolaten Zustand, obwohl auf dieser Strecke der gesamte Schwerlastverkehr zu örtlichen Firmen und Richtung Neuhaus rolle. Zum Thema „Schutzverordnung Ankatal “ findet am 18. März, 19 Uhr, im Rathaus Hartenstein eine Info-Veranstaltung statt, zu der alle betroffenen Grundstücksbesitzer eingeladen sind. Anwesend werden Vertreter des Forstamtes und des Landratsamtes sein.

Aufgrund einer Anfrage der fünf Ortssprecher erläuterten Bürgermeister Seitz und Verwaltungsstellenleiter Max Weindler, welche Themen in öffentlicher beziehungsweise nichtöffentlicher Sitzung behandelt werden. Sowohl nach der Gemeindeordnung als auch nach der eigenen Geschäftsordnung müssten vor allem Angelegenheiten personeller und steuerlicher Art sowie zu Grundstücksfragen unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten werden. Sollten die Gründe dafür wegfallen, würden die Ortssprecher, denen laut Gesetz nur eine „beratende Funktion “ zustehe, nachträglich über Ergebnisse der nichtöffentlichen Beratungen informiert werden. VON SIEGFRIED FUCHS