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Velden lockte 2008 weniger Urlauber als im Vorjahr (HZ 10.3.09)


Die Schönheiten des Pegnitzstädtchens, wie hier im Hintergrund die Marienkirche, lassen sich auch vom Kanu aus bewundern. Obwohl es zahlreiche Freizeitmöglichkeiten im oberen Pegnitztal gibt, sanken aber die Übernachtungszahlen in Velden. Foto: Armin TauberTrotz neuer Impulse für Tourismus und Fremdenverkehr, die unter anderem durch die Auflage eines neu gestalteten Ortsprospekts mit Flyern gegeben waren, verzeichnete der Verkehrsverein Velden auch in der Saison 2008 keine Zunahme der Gäste- und Übernachtungszahlen. Im Gegenteil: im Vergleich zum Vorjahr kamen rund hundert Urlauber weniger nach Velden und die Übernachtungen sanken von 12 053 auf 11 230. Zu dieser Bilanz erläuterte die Verkehrsvereinsvorsitzende Sabine Hörl eine umfangreiche  Zahlenübersicht mit Aufschlüsselung der Buchungen über Tourist-Information und die – allerdings ebenfalls rückläufige – Inanspruchnahme von Pauschalangeboten.

Die Auswertung der Meldescheine ergab, dass die meisten Gäste auf Empfehlung und durch Zeitungsanzeigen, immer häufiger aber auch durchs Internet auf den staatlich anerkannten Erholungsort Velden aufmerksam wurden. Sie kamen vorrangig aus den Bundesländern Sachsen, Baden-Württemberg, Hessen und Berlin/Brandenburg, neuerdings aber auch aus den benachbarten Regionen Franken/Oberpfalz sowie Ober-/Niederbayern.

Die Verantwortlichen wollen auch in der kommenden Saison alles versuchen, damit Velden weiter im Tourismusgeschäft der Frankenalb mithalten kann und nicht, wie in der späteren Diskussionsrunde befürchtet, ins Hintertreffen kommt. Schließlich sieht man im einst florierenden Fremdenverkehr nach wie vor einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor der Stadt und ihres Umlandes. Sabine Hörl, Verkehrsvereinsvorsitzende und Veldens 2. Bürgermeisterin, wird künftig als Beisitzerin im Gebietsausschuss Frankenalb mitarbeiten, aus dem Verkehrsvereins-Ehrenvorsitzender Konrad Pruy nach langjähriger Tätigkeit ausgeschieden ist.

Mit Anschub von Wirtschaftsreferent Kurt Rieß konnte bei der Universität Erlangen eine junge Studentin gewonnen werden, die ihre Diplomarbeit über „Klettern in der Frankenalb mit dem Zentrum Velden“ verfasst. Davon erhofft man sich Aufschlüsse und Anregungen für weitere Werbemaßnahmen. Dass das „Kletterparadies Frankenjura“ als Touristikangebot im heimischen Bereich besser vermarktet wird, ist ein Anliegen eines Arbeitskreises der FrankenPfalz, wie Bürgermeister Herbert Seitz berichtete. Veldens Rathauschef ist in dem Zusammenschluss von acht Kommunen aus Oberpfalz, Ober- und Mittelfranken aktiv und unterstützt die vielfältigen Bemühungen dieser Arbeitsgemeinschaft zur Tourismusförderung.

Fortschrittliches Denken und Handeln in der heimischen Gastronomie, gemeindeübergreifende Radwege und Wanderkarten sind zur Zeit aktuelle Themen. In Velden selbst steht der Ausbau des Schießmauerweges und das Inselprojekt mit Kräuter- und Apothekergarten weiterhin auf der Tagesordnung. Nicht erbaut war man vom Rückfall zur Gebietsbeschreibung „Hersbrucker Schweiz“, hatte man vor Jahren doch den Begriff „Frankenalb“ als regionalübergreifenden Haupttitel für das Nürnberger Land gewählt, um damit in allen Publikationen die Touristikbranche aufzuwerten. Die Vorsitzende Sabine Hörl ging auf das Gästeprogramm mit Osterbrunnenfahrt, angebotenen Stadtrund-gängen, Unterhaltungsmusik und geführten Wanderungen näher ein, die von den Urlaubern weniger als früher in Anspruch genommen werden.

An der Freizeitmesse in Nürnberg und der Frankenpfalzmesse in Königstein nahm sie selbst und TI-Geschäftsführerin Hermine Regelein teil. Sie empfahl den einheimischen Gastwirten und Quartiergebern, bei solchen Ausstellungen, die auch heuer stattfinden, ihre Angebote zu präsentieren.  Das Backofenfest und der Blumenschmuckwerbeausflug fanden wieder guten Zuspruch und werden in diesem Jahr abermals durchgeführt. In dem Zusammenhang dankte Sabine Hörl für die Unterstützung und Mithilfe der ehrenamtlichen Kräfte, besonders der Stadtkapelle Velden, die das Gästeprogramm mit Auftritten bereichert. Wegemeister Helmut Schlenk und Kassenverwalterin Edith Kustner ernteten für ihre gewissenhafte Arbeit Dank und Anerkennung, ebenso Hermine Regelein als umsichtige Geschäftsführerin der Tourist-Information und Quartiervermittlung im Verkehrsbüro.

 Einstimmig genehmigt wurde der von der Vorsitzenden vorgelegte Haushaltsplan 2009 mit einem Volumen von 16 150 Euro, darunter als Hauptausgabe 7000 Euro für Werbung/Anzeigen. Weitere zwei Jahre im Amt ist die wieder gewählte Vorstandschaft des Veldener Verkehrsvereins: 1.Vorsitzende Sabine Hörl, 2.Vorsitzender Walter Wärthl, Kassenverwalterin Edith Kustner, Schriftführer Karl-Heinz Aschenbrenner, Wegemeister Helmut Schlenk. Kassen- bzw. Rechnungsprüfer sind Anni Hartmann und Betti Leis sowie Andreas Brendl und Friedrich Tauber. Zu den schon bisher tätigen Beisitzern Ute Schmidt und Gerhard Schlierf kamen vier neu dazu: Gudrun Tauber, Herbert Zeltner, Manuela Spieß und Karl Bammler.