|

Dass man im Frankenjura – unter diesemNamen ist die Fränkische
und Hersbrucker Schweiz bei Kletterern bekannt – klettern kann,
wissen einige. Nur den wenigsten ist allerdings bekannt, dass
dieser Landstrich einer der wichtigsten, wenn nicht sogar die
wichtigste Klettermetropole der Welt ist. Das soll sich jetzt
ändern. „Wir sind gerade dabei, eine bessere
Vermarktungsstrategie zu entwickeln“, sagt Hans Koch, Sprecher
der Region „FrankenPfalz“ im Veldensteiner Forst. Eines der
Themen, das bei der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft eine
zentrale Rolle gespielt hat.
Das Konzept sieht vor, in der
Außendarstellung des „Kletterdorados von Weltbedeutung“ die
Touristikangebote mit zu integrieren. „Etwa die geplanten
Zeltplätze in Auerbach und Hartenstein oder der Begehungs- und
Bewegungsteich in Königstein, die im Rahmen der Leader-Förderung
angedacht sind“, so Koch. Dazu ist ein eigener Arbeitskreis in
Zusammenarbeit mit den Touristikämtern der acht
Mitgliedsgemeinden vorgesehen. Jede Kommune soll dazu eine(n)
mit der Thematik vertrauten Vertreter/in abstellen.
Gemeinsam
mit Sven König aus Eckental, Betreiber der Kletterplattform
www.frankenjura.com, der voraussichtlich den Arbeitskreis
leiten soll. König, selbst Kletterer und mit dem fachlichen
Knowhow ausgestattet, hat im Juli vergangenen Jahres für den
renommierten Filmemacher Jürgen Eichinger (Deutscher Kamerapreis
2002) auch die Organisation der Szenen für seinen neuesten
Kletterfilm über den Frankenjura übernommen. Die 45-minütige
Dokumentation wurde am 18. Januar 2009 im Bayerischen Fernsehen
ausgestrahlt und stieß durchwegs auf ein positives Echo.
Ein
weiterer 20-minütiger Beitrag ist im Rahmen der BR-Sendung „Bergauf-Bergab“
am Donnerstag, 7. Mai, um 21.15 Uhr zu sehen. Laut
FrankenPfalz-Sprecher Hans Koch und Bürgermeister des
Marktes Königstein soll die Umsetzung des
Klettervermarktungsprojekts nun zügig abgewickelt werden. Auch
im Hinblick auf die Förderung im Rahmen des ILEG-Programmes.
Ein weiterer Arbeitskreis unter Leitung von
Bernard Kulacz aus der Marktgemeinde Neuhaus und Touristikern
aus allen Gemeinden soll zudem ein Kommunen übergreifendes
Wanderkarten-Konzept ausarbeiten. „Hier ist eine Info-Tasche für
Urlaubsgäste angedacht. Eventuell dazu noch Flyer für jede
einzelne Gemeinde unter dem gemeinsamen Logo“, meinte Koch.
Als
weiterer Tagesordnungspunkt stand die Vernetzung der
Kulturangebote in Kombination mit den Freizeitlinien zur
Diskussion. So könne Koch sich vorstellen, dass jede
Gemeinde ein bis drei
Veranstaltungshöhepunkte und Freizeitangebote präsentiert, die
mit dem VGN beworben werden. Eventuell auch gemeinsam mit
Gastwirten, die bei Vorlage eines Tickets einen Bonus auf
Speisen und Getränke gewähren. Damit die Arbeitsgemeinschaft
FrankenPfalz in den Genuss der Leader-Förderungen kommt, sollen
in der nächsten Sitzung im März in Velden
die rechtlichen Grundlagen dafür geschaffen werden. „Bis jetzt
sind wir ja nur eine lose Gemeinschaft.
Es gilt jetzt offiziell
einen Verein zu gründen Wir werden uns deshalb in dieser Sitzung
sehr intensiv und umfangreich mit der Ausarbeitung einer Satzung
beschäftigen“, sagte FrankenPfalz-Sprecher Koch gegenüber der
HersbruckerZeitung. |