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Der SPD-Ortsverein Velden/Hartenstein blickt in diesem Jahr auf sein
40-jähriges Bestehen zurück. Dieses Jubiläum, das am 28. April mit
einer Festveranstaltung in der Veldener Musikhalle begangen wird,
gab in der Jahreshauptversammlung Veranlassung, auf die Werte von
sozialer Gerechtigkeit und Solidarität hinzuweisen. Eine dazu
erscheinende Jubiläumsschrift mit der Vereinsgeschichte sowie dem
kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Wirken der seit April
1967 bestehenden örtlichen Parteiorganisation soll vor allem auch
der jüngeren Generation die große Idee der Sozialdemokratie ins
Bewusstsein rufen.
Wenn die „große Politik“ auf Bundes- und Landesebene immer mehr
Verdruss in der Bevölkerung hervorruft, müsste erst recht für die
Mitwirkungsmöglichkeiten im kommunalen Bereich bei den jüngeren
Mitbürgern Interesse geweckt werden, war eine der Grundaussagen in
der angeregten Diskussion. Erschreckend sei allerdings, dass ein
demokratieschädliches, ja unchristliches Gebaren einer Partei und
die damit verbundene Arroganz der Macht im Lande noch beklatscht
wird, wie bekanntlich vor kurzem geschehen. Volle Zustimmung der
Veldener Sozialdemokraten fand daher die Aussage des heimischen
Landtagsabgeordneten Dr. Thomas Beyer: „Dem Volk tue es nicht gut,
wenn die CSU im Landtag mit ihrer Zwei-Drittel-Mehrheit die
Möglichkeiten der Opposition beschneidet, der schwarze Filz muss
weg, damit in Bayern die Demokratie wieder Luft bekommt.“
Keineswegs unkritisch betrachtete man die „Kompromiss-Politik“
der Großen Koalition in Berlin. Hier müssten oft die Vertreter der
SPD für die unpopulären Entscheidungen den Kopf hinhalten, während
Unionspolitiker mit widersprüchlichen und unverbindlichen Aussagen
Beifall ernten und bei Umfragen punkten. Eine sachlichere
Betrachtung in den Medien und Aufklärung der Mitglieder könnte da zu
mehr Verständnis in der Bevölkerung führen und die Sympathiewerte
der Sozialdemokraten wieder steigern.

Ortsvereinsvorsitzender Karl-Heinz Aschenbrenner hatte eingangs
von den Aktivitäten im vergangenen Jahr und vom kürzlich
abgehaltenen Unterbezirksparteitag der SPD berichtet. Großen Anklang
fand wieder das schon traditionelle Sommerfest hinter dem Mühltor,
überraschend wenig Interesse dagegen ein Filmenachmittag für Schüler
und Jugendliche in der Musikhalle. Recht zufriedenstellend verlief
die von freiwilligen Helfern organisierte Sommerfreizeit mit
Zeltlager am Brombachsee, wo 18 Veldener Kinder mit 28 Jugendlichen
vom SPD-Ortsverein Plech fünf tolle Tage verbrachten.
Heuer steht das 40-jährige Jubiläum des Ortsvereins im
Mittelpunkt. Dies und die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen im
nächsten Jahr erfordern großen Einsatz aller Mitglieder, aber auch
eine gute Chance, mit neuem Schwung für die
Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde einzutreten. Man warnte
davor, die Aussage „weg von der Planungsgesellschaft“ als Leitlinie
für die Stadtratstätigkeit zu sehen, denn Stillstand bedeutet
Rückschritt. Gerade wegen des weitsichtigen Planens von
SPD-Bürgermeistern und Stadträten - trotz finanzieller Engpässe -
habe man Velden und seine Gemeindeteile vorangebracht.
Durch die Mitwirkung jüngerer Mitglieder in der Vorstandschaft
befindet sich der SPD-Ortsverein auf einem guten Weg.
Zukunftsweisende Vorstellungen, verbunden mit neuen Ideen, sollen
bei regelmäßigen Informationsgesprächen an der so viel beschworenen
„Basis“ den Bürgerinnen und Bürgern gezielt nahe gebracht werden.
Dafür wurden einstimmig gewählt: 1. Vorsitzender Karl-Heinz
Aschenbrenner, 2. Vorsitzender Herbert Seitz (neu),
Organisationsleiter Peter Wölfel, Schriftführer Friedrich Tauber,
Kassenverwalter Leonhard Singer, Beisitzer Alexander Heiß (neu),
Martin Funk, Gudrun Tauber, Hans Horst, Roland Gentsch und
Bürgermeister Herbert Begert, Kassenprüfer Hermann Pickel und Walter
Scheibel. Delegierte sind Peter Wölfel, Leonhard Singer, Gudrun
Tauber und Roland Gentsch.
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